Wer schon immer mal eine eigene Platine designen wollte, bekommt jetzt Hilfe von ganz oben: Das Europäische Kernforschungszentrum CERN hat seine hauseigene Bauteilbibliothek für die freie Software KiCad veröffentlicht.
Über 17.000 Bauteile umfasst die Sammlung, die unter der freizügigen CERN-OHL-P-Lizenz steht. Damit können Hobbyelektroniker eigene Schaltpläne und Platinenlayouts erstellen - völlig gratis.
Wie heise.de berichtet, enthält die Bibliothek sogar hauseigene Chips, die sonst nur in Teilchenbeschleunigern zum Einsatz kommen. Darunter strahlungstolerante Schaltkreise wie der DC/DC-Wandler FEAST oder der PICOTDC mit Pikosekundenauflösung.
Es ist nicht das erste Mal, dass das CERN der Welt etwas schenkt: 1993 veröffentlichte das Forschungszentrum den Quellcode des World Wide Web - und machte damit das Internet zum Massenmedium.
Die Bibliothek wurde mit KiCad 9.x erstellt, funktioniert aber auch mit der aktuellen Version 10. KiCad gilt mittlerweile als Standard-Software für Hobby-Projekte im Elektronikbereich.