Sport

Chat-Protokolle verraten Details zu Salas Todesflug

Heute Redaktion
13.09.2021, 18:19

Seit einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal ist der argentinische Fußball-Profi Emiliano Sala verschollen. Jetzt treten die Hintergründe ans Tageslicht.

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Das Drama um Emiliano Sala bleibt mysteriös. Nach dem Wechsel von Nantes zu Premier-League-Klub Cardiff City wollte der Argentinier unbedingt nochmals zu seinem Ex-Klub fliegen. Die Propellermaschine verschwand über dem Ärmelkanal, seither fehlt von dem Kicker und dem Piloten jede Spur. Jetzt gibt es Details zu den Hintergründen der Tragödie.

Während dank einer Spendenaktion weiter nach Sala gesucht wird, erklärt Salas Berater Willie McKay, wie es zum Flug in der Piper PA-46 Malibu gekommen war – mit Hilfe von Chat-Protokollen. "Als wir den Flug gebucht haben, haben wir David Henderson kontaktiert, der uns und viele andere Spieler bereits zahllose Male durch Europa geflogen hat", erklärt McKay. "Wir hatten keinen Einfluss darauf, welche Maschine oder welcher Pilot den Flug übernimmt, und möchten noch einmal klarstellen, dass das Flugzeug nicht uns gehörte."

Die Maschine gehörte offenbar Henderson, der ursprünglich auch als Pilot vorgesehen war. Doch kurz vor dem Start übergab er an den 59-jährigen David Ibbotson. Warum es zu diesen Tausch kam, ist unklar. Fest steht: Kurz vor dem Verschwinden sackte die Maschine von 5.000 auf 2.300 Fuß ab, dann stürzte sie offenbar in den Ärmelkanal.

Zuvor hatte Sala laut der Chat-Protokolle alle Hebel in Bewegung gesetzt, um nach Nantes fliegen zu können. Sogar Linienflüge hatte er geprüft, dann kam das Angebot von Mark McKay, dem Sohn von Berater Willie McKay. "Wie teuer wird es sein?", fragte Sala. Eine Minute später die Antwort von Mark McKay: "Nichts. Henderson sagt, dass es kostenlos ist, wenn du dabei hilfst, viele Tore zu erzielen." Salas Antwort: "Hahaha. Aber gerne doch."

Eine fatale Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Brisant: Die Klubchefs von Cardiff City wussten vom privaten Flug-Trip ihrer Neuverpflichtung. Der Klub verfügt über keinen Privatjet für die Spieler, war auch nicht in die Reiseplanung involviert. Das könnte noch zu einem wichtigen Punkt werden, wenn es um Versicherungsfragen geht. Cardiff City plant bereits eine Millionen-Klage. (heute.at)

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