Mehr Produktivität und bessere Lebensqualität für die Mitarbeiter – das versprechen sich Befürworter der Vier-Tage-Woche vom kürzeren Arbeitszeitmodell. In einem Sägewerk in Grünau (OÖ) hat man ähnliche Erfahrungen gemacht. Im Betrieb von Geschäftsführer Martin Ettinger (47) wird montags bis donnerstags kräftig in die Hände gespuckt, dafür stehen die Maschinen am Freitag still.
"Viele unserer Mitarbeiter sind auch Landwirte und verwenden den zusätzlichen freien Tag für die Heuernte oder Waldarbeiten", erklärt Ettinger. "Unsere 38,5 Stunden Arbeitszeit teilen wir einfach auf vier statt fünf Tage auf, so bleibt die Produktivität gewährleistet", so der Obmann der WKO Gmunden.
Die Vier-Tage-Woche könne er guten Gewissens auch anderen Betrieben empfehlen. "Es ist schwer genug, gute Mitarbeiter zu bekommen, daher muss man so gute Arbeitsbedingungen wie möglich schaffen. Den meisten ist ihre Freizeit und ein langes Wochenende viel wert."
Das Modell habe im Grünauer Sägewerk mit seinen 12 Mitarbeitern so gut funktioniert, dass inzwischen schon seit mehr als zehn Jahren jeder Freitag arbeitsfrei bleibt. "Das gibt uns außerdem die Gelegenheit, diesen Tag für die Wartung von Maschinen zu nützen."