Am Freitag schloss sich das Transferfenster in China um 18 Uhr. Damit sind keine Wechsel ins Reich der Mitte mehr möglich. Der BVB-Stürmer, der am Freitag mit seinem Klub in Japan die Asien-Tour begann, bleibt somit - vorerst - beim deutschen Bundesligisten.
"Es war für mich nie ein Thema, dass Auba nach China wechselt", hatte Neo-Coach Peter Bosz der Bild gesagt. Ein Abgang ist somit aber noch nicht vom Tisch. Auch europäische Vereine zeigten zuletzt Interesse am Bundesliga-Torschützenkönig, der noch bis 2020 bei den Dortmundern unter Vertrag steht. "Als sein Trainer hoffe ich, dass er bleibt", gibt sich der BVB-Coach zuversichtlich.
Doch Bosz weiß auch: "Diese Transfer-Diskussion ist bis Ende August da." Da schließt sich dann auch in den größten europäischen Ligen das Transferfenster. Doch vielleicht dauert es nicht so lange. Britischen Medienberichten zufolge soll der FC Chelsea die Fühler nach dem Angreifer ausgestreckt haben. BVB-Schmerzgrenze: 80 Millionen Euro.
China-Kaufrausch vorbei
Auch Kevin Kampl gab am Freitag dem chinesischen Klub Beijing Guoan und seinem Ex-Coach Roger Schmidt einen Korb. Anthony Modeste wurde nicht gekauft, nur geliehen. Drei Beispiele, die zeigen, dass der Kaufrausch in der Super League vorbei ist. Im Winter hatten die chinesischen Klubs 338 Millionen Euro ausgegeben. In der gerade abgelaufenen Sommerpause nur 27 (!) Millionen.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits darf jeder Klub nur vier nichtasiatische Ausländer im Team stehen - diese Positionen sind alle so gut wie belegt. Außerdem hatte der chinesische Verband im Mai angekündigt, dass künftig ein Betrag in Höhe der Ablösesumme in einen Fonds zur Förderung des chinesischen Fußballs gezahlt werden soll. Somit müssten die Klubs eine doppelt so hohe Summe wie die Ablöse zahlen. Dazu kommt, dass auch die Spieler immer skeptischer werden. (wem)