Autobauer unter Druck

China-Riese BYD bringt Preiskrieg nach Europa

Der E-Auto-Riese BYD attackiert deutsche Hersteller mit massiven Rabatten – und exportiert den chinesischen Preiskrieg nach Europa.
Newsdesk Heute
01.09.2026, 18:41
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Am chinesischen Automarkt herrscht gnadenloser Wettbewerb. Die Zahl der Konkurrenten ist stark gestiegen, gleichzeitig geht der Absatz zurück. Im ersten Halbjahr brachen die Verkäufe von Marktführer BYD in China um satte 40 Prozent auf rund eine Million Fahrzeuge ein.

Doch der E-Auto-Gigant schlägt zurück – und zwar im Ausland. Dort steigerte BYD seinen Absatz um mehr als 70 Prozent auf fast 800.000 Autos. In Deutschland allein wurden 26.000 Fahrzeuge verkauft – viermal so viel wie im Vorjahr.

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Dabei greift BYD mit aggressiven Kampfpreisen an, meldet N-TV. Laut Zahlen des Center Automotive Research unterbietet der Chinese die Konkurrenz bei Listenpreisen und gewährt die höchsten Rabatte aller Anbieter: Bis zu 32 Prozent Nachlass auf seine Top-Modelle, während der Durchschnitt bei 19 Prozent liegt.

Doppelter Preisdruck

"BYD übt gleich doppelten Preisdruck aus", erklärt CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer. Einerseits durch niedrige Listenpreise, andererseits durch die höchsten Rabatte am Markt. "Nach unserer Einschätzung kann das als eine Art Export des Preiskriegs aus China interpretiert werden."

Besonders brisant: BYD attackiert ausgerechnet das Plug-in-Hybrid-Segment, auf das die deutschen Autobauer als Brückentechnologie gesetzt hatten. Zeitweise belegte der Chinese sogar den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen in Deutschland.

Deutsche Strategie wird ausgehebelt

"BYD konzentriert sich auf eher einfache Verbrennungsmotoren, mittlere Batteriekapazität und niedrige Preise und nimmt so den deutschen Autobauern ihre Führungsrolle im Heimatmarkt weg", warnt Dudenhöffer.

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