Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi zusammengesetzt, um über Wege zur Beendigung des Ukraine-Kriegs zu reden.
"Wir haben über die Bemühungen um Frieden und die wichtige Rolle Chinas bei der Beendigung des Konflikts gesprochen", erklärte Sybiha am Freitag nach dem Treffen im Onlinedienst X.
China hat sich laut übereinstimmenden Angaben bereit erklärt, der Ukraine weiterhin humanitäre Hilfe zu leisten. Die Gespräche seien "sinnvoll und produktiv" gewesen, schrieb Sybiha weiter. Er zeigte sich dankbar dafür, dass China "zusätzliche humanitäre Hilfe im Energiebereich gewährt".
Wang gab seinerseits bekannt, dass sein Land zu "weiterer humanitärer Hilfe" für die Ukraine bereit sei, wie es in einer Erklärung im staatlichen chinesischen Fernsehsender CCTV hieß. Die Beziehungen zwischen Kiew und Peking müssten "auf dem richtigen Weg bleiben".
Sybiha betonte, dass er "das Interesse der Ukraine an Kontakten auf höchster Ebene mit China bekräftigt" habe. Außerdem verwies er auf Pläne, ein persönliches Treffen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zu organisieren.
"Wir haben Möglichkeiten zur Entwicklung von für beide Seiten vorteilhaften Handels- und bilateralen Beziehungen auf der Grundlage gegenseitiger Achtung der territorialen Integrität geprüft", erklärte Sybiha weiter.
Westliche Staaten fordern China schon seit Jahren dazu auf, Russland zu einem Ende seines Angriffskriegs gegen die Ukraine zu drängen. Peking ruft zwar regelmäßig zu Friedensgesprächen auf, hat die russische Invasion in der Ukraine aber nie verurteilt.
Die chinesische Regierung stellt sich selbst als neutral in dem Konflikt dar. Westliche Länder werfen ihr jedoch vor, Moskau im Krieg entscheidend zu unterstützen – vor allem durch die Lieferung von Industriegütern, die Russland für militärische Zwecke verwendet.