Sport

Chinesische Schwimmerin spricht über ihre Regelschme...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:20

Ganz offen geht Fu Yuanhui mit der Tatsache um, dass sie während der Olympiade in Rio ihre Tage bekommen hat. Dafür, dass sie dieses Tabu ohne Scheu zum Thema macht, wird sie als Heldin gefeiert.

Am Samstag schwammen die Frauen aus dem chinesischen Team bei der 4x100-Meter-Staffel um eine Medaille

- Kommentar von Christiane Tauzher zu diesem Thema lesen.

mit. Dass sie diese knapp verpasst haben, lag an Fu Yuanhui, die an diesem Tag nicht in Bestform war.
geplagt wurde.

"Ich habe gestern Nacht meine Periode bekommen"

Das sprach sie auch ganz offen an. "Ich bin heute nicht sehr gut geschwommen, dafür möchte ich mich bei meinen Teamkollegen entschuldigen.", sagt Yuanhui und krümmt sich vor Schmerzen. Die Reporterin bemerkt es: "Es sieht aus, als hätten sie starke Schmerzen." - "Ja, ich hab gestern Nacht meine Periode bekommen. Ich fühle mich sehr schwach und müde. Aber das soll eine Ausrede sein. Ich bin nicht so gut geschwommen, wie ich es sollte."

Diese Offenheit kommt nicht nur in China gut an. "Sie fühlt sich schuldig, weil sie nur Vierte geworden ist. Aber Fu Yuanhui, wir sind sehr stolz auf dich!", schreiben Fans in sozialen Netzwerken. Viele Chinesinnen fragen sich, wie sie während ihrer Periode schwimmen konnte. Aus kulturellen Gründen verwenden nur sehr wenige Frauen in China Tampons. Das könnte sich nun nicht zuletzt wegen Fu Yuanhui ändern.

Doch die sympathische Schwimmerin ist nicht nur für diesen erfreulichen Tabu-Bruch bekannt, sie schneidet auch die lustigsten Grimassen von allen Athleten (Klicken Sie sich durch die Diashow!). In ihrer Heimat nennt man die Ulknudel bereits liebevoll "Goofy".

Tabu-Thema Menstruation

Im Vorjahr wurde die Marathonläuferin Kiran Ghandi berühmt, weil sie einen Wettbewerb ohne Tampon bestritt. Ihre Blutung war zwischen ihren Beinen für alle sichtbar. Die Aktion wurde damals als "radikaler Akt" bezeichnet.

¿Te da asco mi sangre y no la que derramas con tus armas? GRANDE
— Las Reinas Chulas (@lasreinaschulas)

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