Der FC Red Bull Salzburg hat am Heiligen Abend ein echtes Transfer-Beben abgeliefert – allerdings nicht am Platz, sondern in der Chefetage: Marcus Mann (41) ist neuer Geschäftsführer Sport beim heimischen Tabellenführer. Und dafür greifen die Bullen richtig tief in die Tasche.
Dafür überweist Salzburg eine kolportierte Ablöse von rund zwei Millionen Euro an Manns bisherigen Arbeitgeber Hannover 96 – so viel wurde in der österreichischen Bundesliga noch nie für einen Funktionär bezahlt.
Mann unterschrieb in Salzburg einen Vertrag bis Sommer 2030. In einer Klub-Aussendung erklärte der Deutsche, ihm sei der Abschied nach "viereinhalb Jahren beim selben Klub" zwar schwergefallen – doch schon nach dem ersten Gespräch habe er "ein sehr gutes Gefühl" gehabt.
Er betonte außerdem die klare Philosophie des Vereins, die Nachwuchsarbeit und die ambitionierten Ziele: Gemeinsam wolle er den Weg "konsequent weitergehen" und die sportliche Entwicklung nachhaltig gestalten.
Mann bringt eine lange Vita mit: Er war unter anderem Sportdirektor beim 1. FC Saarbrücken (2016–2020), danach Leiter der Nachwuchsabteilung bei Hoffenheim (2020–2021) und zuletzt Sportgeschäftsführer bei Hannover 96. Dort lief sein Vertrag eigentlich noch bis 2029. In Salzburg tritt Mann die Nachfolge von Rouven Schröder an, der Mitte Oktober zu Borussia Mönchengladbach gewechselt war – nach nicht einmal einem Jahr im Amt. Salzburg hatte sich zuvor auch intensiv um Andreas Schicker von Hoffenheim und Markus Katzer von Rapid bemüht.
Doch damit nicht genug: Salzburg verkündete am Mittwoch auch die Vertragsverlängerung mit CEO Stephan Reiter (54). Reiter, seit Jänner 2017 in einer Schlüsselrolle bei den Bullen, erhielt einen "langfristigen und unbefristeten" Vertrag. Reiter zeigte sich überzeugt, dass Mann der "ideale Kandidat" für den Sportchef-Posten sei. Mann steht mit dem Winter-Transferfenster gleich die erste Bewährungsprobe bevor.