Mit 34 Jahren ist Christoph Sumann am Ziel. Der Steirer erfüllte sich nach WM-Silber im Massenstart 2009 bei seinen dritten Winterspielen mit Silber in der Verfolgungs-Konkurrenz den Traum von einer Olympia-Medaille. Der frühere Langläufer hat in seiner Karriere Höhen und Tiefen erlebt.
Die schmalen Latten hatten es Sumann von Beginn an angetan. 1991 ins ÖSV-Langlaufteam aufgenommen, schaffte der Athlet in den zwei vierte Plätze im Weltcup und wurde 2001 WM-Neunter. Da war er allerdings schon "zweigleisig" unterwegs. Der damalige Coach Walter Mayer holte Sumann zum Biathlon.
In Papas Fußstapfen
Sumanns Vater Siegfried gehörte selbst dem Biathlon-Nationalteam an, gleich in der zweiten Saison gewann der Sohnemann sein erstes Weltcuprennen. Doch dann kamen auch wieder magere Jahre, in denen der Polizei-Angehörige aus Frojach sogar ans Aufhören dachte. Staffel-Bronze bei der Heim-WM in Hochfilzen 2005 gab Auftrieb, 2007 gelangen zwei weitere Erfolge im Weltcup.
Zweiter Frühling
Vor der Saion 2008/09 schloss sich Sulmann der neu gegründeten Trainingsgruppe des neuen ÖSV-Coaches Reinhard Gösweiner an. Und erlebte einen neuen Frühling. "Ich habe noch nie so professionell gearbeitet, da wurde nichts dem Zufall überlassen. Jede Leistung wird analysiert, alles hat einen Sinn", betonte Sumann damals.
Erste Medaillen
"Es sind Kleinigkeiten, die große Wirkung zeigen", sagte Sumann, der nicht nur im Weltcup triumphierte (Sieg Oberhof und Gesamt-Sechster 2008/09), sondern im Massenstart und mit der Staffel auch zweimal WM-Silber eroberte und somit bei drei Medaillen bei Großereignissen hält.
34 Jahre, aber kein Ende in Sicht
Im Olympia-Winter setzte Sumann nach seinem fünften Einzelsieg mit der erstmaligen Übernahme des Gelben Trikots einen weiteren Meilenstein für den österreichischen Biathlon-Sport. Und auch nach Olympia-Silber ist kein Ende in Sicht. Das Märchen kann weitergehen. Auch nach den Winterspielen, denn Sumann hat noch gute Jahre vor sich.