Massen-Grillparty als Protest gegen Veganerin

Sie verklagte ihre Nachbarn, weil sie Fleisch zubereiteten. Jetzt wollen Tausende als Protest in unmittelbarer Nähe grillen.
Mehr als 15.000 Menschen haben auf Facebook laut australischen Medien angekündigt, eine Grillparty als Protest gegen eine Veganerin besuchen zu wollen. Der Hintergrund: Physiotherapeutin Cilla Carden aus Perth ist seit 2018 in einen Rechtsstreit mit ihren Nachbarn verwickelt. Sie klagte die Familie, weil diese regelmäßig Fleisch im Garten grillt.

Die überzeugte Veganerin reagiert nach eigenen Angaben extrem empfindlich auf Fleischgeruch, Zigarettenrauch und die Erschütterungen durch ballspielende Kinder. "Ich kann nicht rausgehen, ich finde keine Ruhe, kann kaum noch schlafen", so Carden. Ihre Klage wurde zunächst vor Gericht abgewiesen, die Veganerin will sich aber nicht geschlagen geben und weiter gegen die aus ihrer Sicht rücksichtslosen Nachbarn vorgehen.

Widerstand hat sich nach Bekanntwerden der Story im Internet formiert. "Cilla hat ein Problem, wenn ihre Nachbarn Fleisch grillen, weil sie eine Veganerin ist", heißt es auf Facebook. "Lasst Cilla nicht eine gute alte australische Tradition zerstören", rufen die Organisatoren des "Community Grillfests für Cilla Carden" auf. Die Veranstaltung soll am 19. Oktober in den Nachbarsgärten und auf der Straße stattfinden, mehr als 15.000 Menschen haben auf "nehme teil" oder "interessiert" geklickt.

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Am Donnerstagmittag war die Veranstaltungsseite von Österreich aus nicht zu erreichen. Es könnte sein, dass die Organisatoren nicht mit dem enormen Zuspruch gerechnet haben und das Event aus Angst vor Konsequenzen gelöscht haben. Ob tatsächlich Mitte Oktober vor Cardens Haus gegrillt wird, ist also unklar.

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