Coca-Cola "weltweit schlimmster Plastikverschmutzer"

Greenpeace-Protest bei Coca-Cola im Burgenland. Wie die Klimakrise betrifft auch die Plastikflut den gesamten Planeten.
Greenpeace-Protest bei Coca-Cola im Burgenland. Wie die Klimakrise betrifft auch die Plastikflut den gesamten Planeten.Greenpeace
Der von Umweltorganisationen kritisierte Getränkehersteller Coca-Cola will bis 2030 weltweit 25 Prozent seiner Verpackungen mehrwegtauglich machen.

Jährlich verkauft der Getränkehersteller Coca-Cola, der neben dem bekannten Softdrink auch Marken wie Fanta oder Sprite im Sortiment hat, 120 Milliarden Plastikflaschen und produziert drei Millionen Tonnen Plastikverpackungsmüll pro Jahr.

Der US-amerikanische Konzern wurde von Umweltschützern bei Müllsammelaktionen bereits viermal in Folge zum "weltweit schlimmsten Plastikverschmutzer" gekürt. Das schlechte Image schadet dem Konzern auch wirtschaftlich. Nun will Coca-Cola bis 2030 weltweit mindestens 25 Prozent seiner Verpackungen mehrwegtauglich gestalten, um Plastikmüll zu reduzieren.

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Viel zu wenig, kritisiert Greenpeace. Zur Eindämmung der Plastikkrise wären 50 Prozent Mehrweg notwendig. Im Limonadensegment hält Coca-Cola in Österreich rund 50 Prozent Marktanteil. Der Mehrweganteil gemessen am Produktionsvolumen beträgt in Österreich nur 12,5 Prozent.

Der "Coca-Cola"-Konzern, der jährlich über 120 Milliarden Plastikflaschen verkauft, wurde von Greenpeace und anderen NGOs bei weltweiten Müllsammelaktionen viermal in Folge zum "weltweit schlimmsten Plastikverschmutzer" gekürt.
Der "Coca-Cola"-Konzern, der jährlich über 120 Milliarden Plastikflaschen verkauft, wurde von Greenpeace und anderen NGOs bei weltweiten Müllsammelaktionen viermal in Folge zum "weltweit schlimmsten Plastikverschmutzer" gekürt."Heute

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Greenpeace fordert 50 Prozent Mehrwegquote

Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich, sieht in der Ankündigung von Coca-Cola als ersten Großkonzern ein Mehrweg-Ziel zu setzen, zwar einen Erfolg, sowohl für die NGO selbst wie auch für Millionen von Menschen weltweit, aber es wären eben 50 Prozent weltweit nötig: "In einem Industrieland wie Österreich soll der Anteil noch höher liegen. Jetzt müssen aber auch weitere Konzern-Riesen nachziehen, denn sie tragen eine große Verantwortung. Durch den Umstieg auf Mehrweg kann sich die Getränkebranche von ihrer Abhängigkeit von Einwegplastik befreien, das unsere Meere vergiftet und zur Klimakrise beiträgt."

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