Große Aufreger-Szene

Deutschland-Skandal? Schiriboss Collina mit WM-Klartext

Nach dem umstrittenen VAR-Eingriff vor dem deutschen WM-Aus erklärt Schiedsrichter-Chef Pierluigi Collina die strengen Vorgaben bei solchen Szenen.
Sport Heute
01.07.2026, 08:01
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Fußball-Deutschland schimpft über einen "WM-Skandal", fühlt sich nach dem Aus im Sechzehntelfinale von den Schiedsrichtern wegen des VAR-Eingriffs in der Verlängerung um den Aufstieg betrogen.

Schiedsrichter-Boss Pierluigi Collina schreitet nun ein und spricht ein Machtwort. Der Italiener reagiert in einem Statement des Weltverbandes und ordnet die Szene klar ein.

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Was war passiert?

Tah hat Deutschland nach einem Eckball scheinbar zur 2:1-Führung geköpfelt. Doch dann hat der Videoschiedsrichter eingegriffen, weil Waldemar Anton Paraguays Tormann Orlando Gill gestoßen haben soll.

Nachdem der Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Szene noch einmal geprüft hatte, entschied er rasch auf Foulspiel.

Collina: "Trainer und Spieler wurden darüber informiert"

Was sagt Collina? Den Schiedsrichtern sei empfohlen worden, ein besonderes Auge auf gewisse Situationen zu werfen, die "im Zusammenhang mit den taktischen Vorgehensweisen einzelner Mannschaften auftreten können", schreibt Collina. "Ein Beispiel hierfür ist, wenn angreifende Spieler versuchen, verteidigende Spieler an ihrer Bewegung zu hindern."

"Trainer und Spieler wurden darüber informiert. Daher sollte es keine Überraschung sein, wenn Schiedsrichter solche Vergehen ahnden", sagt Collina.

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Allein das Stehen oder Halten einer Position sei für sich genommen noch kein Foul. "Wenn ein angreifender Spieler jedoch kein Interesse am Ball hat und sich - selbst nur geringfügig - bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn so am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und - falls erforderlich - auch der VAR die Situation sorgfältig analysieren und eingreifen", sagt Collina.

"Dies gilt insbesondere dann, wenn diese Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torhüter daran zu hindern, das Tor wirksam zu verteidigen."

Trainer-Legende und MagentaTV-Experte Jürgen Klopp hatte sich echauffiert, dass Arsenal in der englischen Premier League heuer 60 Prozent seiner Tore so erzielt hätte und ansonsten nicht Meister geworden wäre. Tatsächlich hatten die "Gunners" einen Trend ausgelöst, auch andere Premier-League-Teams waren dazu übergegangen, den gegnerischen Goalie bei Eckbällen bewusst zu blocken und den Ball scharf in den Fünfmeterraum zu spielen. Die Debatten um diese Entwicklung wurden bereits im Saisonfinish auch auf der Insel zunehmend hitziger und veranlassten wohl das klare FIFA-Statement im Vorfeld der WM, dass solche Tore beim Turnier nicht zählen sollen.

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