Sport

Confed Cup: Fan-Tröten sorgen für Ärger

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:55

Die Vuvuzelas sind beim Confed Cup in Südafrika der Verkaufsschlager bei den Fans. Diese Tröten verursachen allerdings gewaltigen Lärm. Nun fordern Spieler und Zuschauer ein Verbot.

Die Fankultur im Fußball kann bekannterweise seltsame Formen annehmen. Während der europäische Fan sich eher auf Singen und Beschimpfen der Gegner konzentriert, werden südamerikanische Spiele oft zu lebensfreudigen Samba-Festen. Was die südafrikanischen Fans im Rahmen des Confed Cups veranstalten, sorgt aber bei manchen für Unverständnis.

Die Vuvuzelas sind derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Dabei handelt es sich um Tröten aus Plastik oder Blech, die bei den südafrikanischen Fans zu einem Verkaufshit geworden sind. Bei den Spielen des südafrikanischen Teams feiern zigtausende Fans, fast jeder ist mit einer Vuvuzela ausgestattet. Die Folge: Im Stadion dröhnt es, als würde soeben der Weltkongress der Bienen- und Hummelzüchter stattfinden. Es erinnert auch an die Tröten, die gerne in den Stadien Russlands und der ehemaligen Sowjet-Staaten verwendet werden.

Spanien Xavi fordert Verbot

Allerdings ist die Lautstärke wesentlich höher. Die Vuvuzelas gibt in unterschiedlichen Größen, von wenigen Zentimetern bis eineinhalb Meter. Etliche TV-Stationen haben sich wegen des Lärms bereits bei der FIFA beschwert und auch manche Spieler fühlen sich gestört. "Die Vuvuzelas sollten verboten werden", ärgert sich Spaniens Mittelfeld-Superstar Xavi. "Sie machen es für die Spieler schwierig, miteinander zu kommunizieren und sich zu konzentrieren. Vuvuzelas sind ein Ärgernis und tragen nichts zur Atmosphäre bei."

FIFA-Präsident: "Müssen uns anpassen"

Die FIFA hat bereits reagiert. Zwar werde man im Zuge des Confed Cups nichts gegen den Trötenlärm unternehmen. Vor der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr will man sich aber mit den Veranstaltern noch wegen dieser Causa auseinandersetzen. FIFA-Präsident Sepp Blatter kann die Aufregung allerdings nicht nachvollziehen: "Ich habe immer gesagt: Wenn wir nach Südafrika gegen, gehen wir nach Afrika, nicht Westeuropa. Da ist es laut, gibt es Energie, Rhythmus, Musik, Tanzen, Trommeln. Das ist Afrika. Wir sind hier zu Gast, wir müssen uns ein wenig anpassen."

Eine Reportage über das Vuvuzela-Phänomen:



MM

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