Wien

Coole Zonen gehen in Wien in die Pilotphase

Die Stadt Wien schickt zwei Coole Zonen in die Pilotphase, um vor allem vulnerablen Personen die Sommermonate zu erleichtern und Abkühlung zu bieten.

Carolin Rothmüller
Für die dringend benötigte Abkühlung sorgte 2021 ein Sprühnebel, heuer gibt es ein neues Konzept. (Symbolbild)
Für die dringend benötigte Abkühlung sorgte 2021 ein Sprühnebel, heuer gibt es ein neues Konzept. (Symbolbild)
Leserreporter

Die Klimakrise beschert uns auch hierzulande immer mehr Hitzetage mit Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke. Und wenn selbst die eigene Wohnung keinen ausreichenden Schutz mehr vor großer Hitze bietet, kann es speziell für vulnerable Gruppen gefährlich werden. Mit den Coolen Zonen schafft die Stadt Wien deshalb künftig die Möglichkeit, sich für einige Stunden in kühlen Innenräumen vor großer Sommerhitze zu schützen. Als Teil des Hitzeaktionsplans und des Grätzlerneuerungs-Programms "WieNeu+" gehen die Coolen Zonen nun an zwei Standorten in die Pilotphase.

Abkühlung im Alltag

"Die Sommerhitze kann in der Stadt besonders belastend werden. Abkühlung im Alltag mitten im Grätzl bieten jetzt die Coolen Zonen, die im Rahmen des Grätzlerneuerungs-Programms ‘WieNeu+‘ umgesetzt werden. Das Programm macht Grätzl klima- und zukunftsfit", so Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

Was sind Coole Zonen?

Coole Zonen sind kühle Räume, in denen angenehme Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad Celsius herrschen. Die Räume sind kostenfrei zugänglich, auch ohne Konsumationspflicht.
Was die Coolen Zonen bieten:
- Eine Ruhezone zum Entspannen mit Liegestühlen
- Eine Zone für Austausch (Plausch, Spiele, Zeitschriften,...)
- Kalte Getränke
- WLAN
- Beratungsangebote und Informationsmaterial zum Hitzeschutz
- WC

"Speziell für vulnerable Menschen können die immer heißer werdenden Sommer gefährlich werden. Daher gilt es, sie vor hohen Temperaturen zu schützen. Im Hitzeaktionsplan haben wir dafür eine Reihe von Maßnahmen definiert, eine davon sind die Coolen Zonen. Wie auch unsere kühlen Wohnzimmer im Freien – die Parks und Grünräume – sind die Coolen Zonen frei zugänglich, bieten eine hohe Aufenthaltsqualität und schützen vor großer Hitze", ergänzte Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Hier findest du die Coolen Zonen:

 Greiseneckergasse 5, 1200 Wien (Juni, Juli, August) – Trägereinrichtung Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser

 Volkertplatz 13, 1020 Wien (Juli, August) – Trägereinrichtung Verein Piramidops - Frauentreff (Achtung: nur für Frauen)

Die Coolen Zonen sind täglich von 12 bis 20 Uhr (auch samstags, sonntags und feiertags) geöffnet. In allen Räumen wird während der Öffnungszeiten eine Aufsicht anwesend sein. Während der Stoßzeiten und an besonders heißen Tagen wird zusätzlich Personal vom Roten Kreuz zugezogen. Darüber hinaus gibt es Hausordnungen, die von Standort zu Standort – je nach örtlichen Gegebenheiten – variieren können.

Weitere Coole Zonen

Das Projekt Coole Zone wird im Rahmen des Hitzeaktionsplans der Stadt Wien und des Grätzlerneuerungs-Programms "WieNeu+" gemeinsam mit der Urban Innovation Vienna und lokalen Partnern verwirklicht. Ziel ist es, ein engmaschiges Netz an Coolen Zonen besonders in Gebieten mit einem ausgeprägten Hitzeinsel-Effekt zu schaffen. Die Evaluierung der Pilotphase dient zur Festlegung weiterer möglicher Gebiete sowie zur Definition von Qualitätsstandards, die sämtlichen weiteren Coolen Zonen zugrunde gelegt werden.

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