Kanzleramt drängt vor Ampel-Sitzung auf Orange für Wien

Heute tagt erneut die Ampel-Kommission: Angesichts steigender Zahlen will Kurz die Schaltung auf "Orange" für Wien und Innsbruck
Heute tagt erneut die Ampel-Kommission: Angesichts steigender Zahlen will Kurz die Schaltung auf "Orange" für Wien und Innsbruck"Heute"-Grafik
Bevor die Ampel-Kommission am Nachmittag zusammen tritt, macht das Bundeskanzleramt klar: Wien und Innsbruck sollen orange werden.

Am Montag tritt die Experten-Kommission des Gesundheitsministeriums zu einer Sondersitzung zusammen, um über die aktuelle Corona-Lage im Land zu beraten – und die Zukunft der Corona-Ampel. Laut "Heute"-Infos beginnt der Termin um 15 Uhr, ein Ende ist nicht fixiert.

Wie "Heute" erfuhr, drängt das Bundeskanzleramt einmal mehr auf eine konsequentere Ampel-Schaltung. Mehr Bezirke sollen gelb werden, zumindest Wien und Innsbruck sollen auch auf Orange geschaltet werden. Damit solle die Situation "realistisch" abgebildet werden.

"Die Lage beunruhigt uns schon länger", hatte erst am Freitag Ulrich Herzog, der Leiter der Kommission aus dem Gesundheitsministerium, gesagt. Nach Kritik an der Ampel hatte das Experten-Gremium am Wochenende per Aussendung noch einmal klar gestellt, warum es die eigene Arbeit als wichtig ansieht.

So arbeitet die Kommission

Zusätzlich zur 7-Tages Fallzahl beachte man die folgenden Komponenten:

➤ Wo befindet sich die Infektionsquelle– im Ausland oder im Inland?

➤ Wird der neu aufgetretene Infektionsfall in der Quarantäne im Rahmen der Kontaktpersonen-Testung entdeckt?

➤ Wird die Verbreitung des Virus ausgehend von Clustern unter Kontrolle gehalten?

➤ Wird mittels ausreichender Testung garantiert, dass ein neuer Infektionsfall entdeckt wird?

➤ Wie ist die aktuelle Auslastung des Versorgungssystems (und der Blick in die nähere Zukunft)?

Bei vergangenen Sitzung der Kommission sei das Verbreitungsrisiko in einigen Regionen Österreichs als "mittel-hoch" eingeschätzt worden. Darüber hinaus wurde dem aktuellen Anstieg der Fall-Zahl seit Mittwoch, die große Teile Österreichs betreffen, mit der Empfehlung einer vermehrten Anwendung von Mund-Nasen-Schutz und einer beschränkten Veranstaltungsgröße bundesweit Rechnung getragen.

"Vorrangiges Ziel ist die Ausbreitung von SARS-CoV-2 unter Kontrolle zu bringen und mit österreichweiten Maßnahmen die Bevölkerung zu schützen", so Daniela Schmid Leiterin der Abteilung Infektionsepidemiologie der AGES, Sprecherin der Corona-Kommission.

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