912 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden

Corona Test
Corona TestJohann Groder / EXPA / picturedesk.com
Die Corona-Zahlen steigen weiter. Darüber sprach Armin Wolf in der "ZiB 2" mit dem Leiter der Ampelkommission.

Von Donnerstag auf Freitag gab es wieder 580 Neu-Infektionen in Österreich. Das hieß es am Vormittag – und nun gibt es eine weitaus dramatischere Zahl. Im Zeitraum von Donnerstagabend 21 Uhr bis Freitagabend um 21 Uhr wurden 912 positive Corona-Tests im Land verzeichnet. Dabei handelt es sich um den zweithöchsten Wert seit März. Nur am 26. März gab es mit 1.065 positiven Tests mehr Fälle.

"Nicht zu schnell Orange"

"Die Lage beunruhigt uns schon länger", sagte dazu Ulrich Herzog, der Leiter der Corona-Ampel-Kommission aus dem Gesundheitsministerium, in der "ZiB 2" mit Armin Wolf. Er warnte aber auch: "Wir dürfen nicht zu schnell zu Orange gehen, weil wir da Maßnahmen setzen, die vielleicht nicht nötig sind."

Wie von "Heute" bereits vorab berichtet, verschärfte die Regierung am Freitag die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erneut. Es gilt nun wieder für das gesamte Bundesgebiet die Indoor-Maskenpflicht. Diese tritt bereits am Montag, um 0.00 Uhr in Kraft. Zudem müssen Veranstaltungen mit weniger Besuchern auskommen. Alle Details dazu hier.

Doch warum gibt es eine bundesweite Regelung, wenn derzeit nur sieben Bezirke auf der Corona-Ampel auf Gelb stehen? Herzog: "Wir haben uns auch viele Bezirke an der Grenze angesehen, die derzeit noch grün sind. Die Frage war: Ist es sinnvoll, ganz Österreich gelb zu schalten? Gelb umfasst noch andere Maßnahmen neben Masken und Veranstaltungen. Etwa in Schulen, Spitälern und im Pflegebereich." Es handle sich – auch im Hinblick auf die nahende Erkältungswelle – um Präventionsmaßnahmen.

Was passiert bei Rot?

Noch unpräzise sind Übergangszeiträume. Denn laut den neuesten Maßnahmen dürfen in Wien nur noch 5.000 Besucher an Freiluftveranstaltungen teilnehmen, dennoch spielte Rapid am Abend vor 10.000 Fans. "Dabei geht es um die Rechtssicherheit. Die neuen Maßnahmen treten ab Montag in Kraft", so Herzog. Wie lange der Zeitraum in Zukunft sein wird, kam nicht wirklich heraus.

Angesprochen auf die konkrete Situation einer Schaltung auf Rot auf der Ampel: "Wir müssen unterscheiden zwischen dem Lockdown vom März und dem, was wir bei Rot vorsehen. Hier werden die Kinder wieder daheim unterrichtet, die Restaurants sind eingeschränkt und die Menschen sind angehalten, auf private Zusammenkünfte zu verzichten. Das muss sehr regional erfolgen, weil es starke Einschränkungen sind."

Ob ganz Österreich nächste Woche orange gefärbt sein könnte? Herzog: "Davon ist nicht auszugehen."

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