Immer mehr 15- bis 24-Jährige erkranken an Corona

Der Anteil der Jüngeren, die sich mit Corona infizieren, wächst.
Der Anteil der Jüngeren, die sich mit Corona infizieren, wächst.Getty Images
Die Neuinfektionen sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. In der Statistik der AGES sticht vor allem die Gruppe der Jüngeren hervor.

Die Corona-Neuinfektionen steigen seit etwa Mitte Februar an. Mittlerweile sei in Österreich eine "besorgniserregende Trendwende" zu beobachten, stellte Anschober am Sonntag fest. Zurückzuführen seien die hohen Zahlen unter anderem auf die rasche Ausbreitung der Mutationen. 

Was bei den täglich verzeichneten Corona-Fällen ins Auge sticht, ist, dass immer mehr Jüngere sich mit Corona infizieren. Dies zeigen Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Zuletzt wurde die höchste 7-Tage-Inzidenz nach Altersstufen nämlich in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen verzeichnet.

Höchste 7-Tage-Inzidenz bei Jüngeren 

Wie der ORF berichtet, entfielen von den 11.820 Corona-Fällen, die zwischen 15. und 21. Februar gemeldeten wurden, 1.629 auf 15- bis 24-Jährige. Das entspricht einem Anteil von etwa 14 Prozent. In absoluten Zahlen lagen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen damit zwar hinter den 45- bis 54-Jährigen (hier waren es 1.928 Fälle, also 16,4 Prozent) und den 35- bis 44-Jährigen (1.847 Fälle/5,7 Prozent), sowie den 25- bis 34-Jährigen (1.837 Fälle/15,7 Prozent).

Doch rechnet man die Infektionen in diesem Zeitraum pro Gruppe auf 100.000 Einwohner hoch, weisen die 15- bis 24-Jährigen mit 170,5 die höchste 7-Tage-Inzidenz auf. Damit liegen sie deutlich vor jener der 35- bis 44-Jährigen, die eine 7-Tage-Inzidenz von 157,2 aufweisen, sowie hinter Gruppe der 25- bis 34-Jährigen (151,9) und der Fünf- bis 14-Jährigen (150,8), wo vergleichsweise aber immerhin 1.278 Fälle, also 10,9 Prozent der Neuinfektionen, verzeichnet wurden.

Viertel der Neuinfektionen asymptomatisch

Weiters stellte die AGES fest, dass mehr als ein Viertel der behördlich bestätigten Corona-Neuinfektionen asymptomatisch verliefen. Von den 11.820 im Zeitraum zwischen 15. und 21. Februar aufgetretenen Neuinfektionen, hatten 2.457 Betroffene keinerlei Symptome. Das entspricht 26,8 Prozent, also knapp einem Viertel, der in besagter Woche registrierten Fälle.

Laut den Zahlen der AGES konnte zudem bei 5.714 Infizierten ermittelt werden, wo sie sich angesteckt hatten. Damit konnten also 62,4 Prozent der Fälle geklärt werden. Im Vergleich zu den beiden vorangegangen Wochen war die Aufklärungsquote in besagtem Zeitraum eine Spur geringer. In Kalenderwoche sechs lag die Quote nämlich bei 64,0 Prozent, in Kalenderwoche fünf sogar bei 64,9 Prozent. Ebenso wurde ermittelt, dass 6.611 Infektionen auf einen Cluster zurückzuführen waren.

Fast 70% der Ansteckungen im Haushalt

Der Statistik ebenso zu entnehmen ist, dass 67,2 Prozent der Corona-Infektionen im Haushalt stattfangen. Schon seit Jahresbeginn lag dieses Setting immerzu über 60 Prozent.

Allerdings sticht der deutliche Zuwachs von Betroffenen, die sich in der Arbeit mit Corona infizieren, ins Auge. Zu Beginn des Jahres (Kalenderwoche zwei) machte diese Gruppe 3,6 Prozent aller Fälle aus, in der Kalenderwoche sieben dagegen schon 8,1 Prozent.

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