Corona-Paukenschlag – erstes Bundesland wieder ROT

Die Corona-Ampel am 16. September bringt eine Ab- und vier Hochstufungen.
Die Corona-Ampel am 16. September bringt eine Ab- und vier Hochstufungen.iStock; "Heute"-Montage
Die Corona-Lage spitzt sich immer weiter zu. Für das erste Bundesland wurde nun die Warnstufe rot ausgerufen. Das Burgenland ist indes wieder gelb.

Unmittelbar nach der Lockerung der Maskenpflicht am 1. Juli begannen die Neuinfektionen zu steigen. Mittlerweile ist die Inzidenz unter den Ungeimpften auf fast 500 gestiegen, bei den Geimpften beträgt sie hingegen nur etwas über 70. Erstere sind es aber, die nahezu alle Patienten auf den Intensivstationen ausmachen. Erste Operationen müssen deswegen wieder verschoben werden, auch in Wien wird man an Spitälern manchmal schon abgewiesen.

Und die Lage verschärft sich weiter. In jedem einzelnen Bundesland zeigt der Trend nach oben, wie die neusten Daten der Corona-Kommission zeigen. Auf deren Grundlage basiert auch die Einstufung auf der Corona-Ampel. Die Impfquote spielt hier aber offenbar einen entscheidenden Faktor. Die risikoadjustierte 7-Tages-Inzidenz liegt im Burgenland – das mit fast 70 Prozent die höchste Impfrate aufweist – mit 96,6 als einziges unter 100 und somit "noch" im orangenen Bereich.

4 Hochstufungen, erstes Land rot

Die endgültige Entscheidung über die Farbe auf der Corona-Ampel fällt hingegen auf Basis der Risikozahl. Mit einem Wert zwischen 43 und 83 war man hier überall noch im gelben bzw. orangenen Bereich. Das Risiko für Österreich wurde mit 59,6 als hoch (orange) gesehen. Dieser Wert steigt laut "Heute"-Infos nun auf 73,7, bewegt sich also in großen Schritten in Richtung "sehr hohes Risiko".

Ein Bundesland hat diese Schwelle bei der aktuellen Ampel-Schaltung am Donnerstag sogar schon überschritten. Salzburg ist mit einer Risikozahl von 106,5 fortan rot.

Gleich vier Bundesländer werden außerdem hochgestuft: Kärnten, Niederösterreich, die Steiermark und Tirol werden von gelb auf orange gestuft. Das Burgenland wird hingegen von orange auf gelb herabgestuft. Österreich gesamt bleibt auf orange.

Kein Effekt durch Maßnahmen

Wegen der steigenden Fall- und Belagszahlen gelten seit Mittwoch schärfere Maßnahmen, die hier gegensteuern sollen. Das regierungseigene Corona Prognose Konsortium zeigt sich davon aber wenig überzeugt, wie "Heute" in Erfahrung bringen konnte. Man geht von rund 2.500 Fällen pro Tag aus, die 7-Tages-Inzidenz wird in Ländern wie Wien an der 300er-Marke kratzen und schon am 29. September werden 326 Intensivbetten belegt sein.

"Die per 15.9. in Kraft tretenden Schutzmaßnahmen haben für die gegenständliche Prognose keinen Einfluss", heißt es dazu knapp. In Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland und Vorarlberg kann man ein Worst-Case-Szenario auf den Intensivstationen nicht ausschließen.

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