1.346 neue Fälle! Schlimmster Corona-Tag aller Zeiten

Private Corona-Testungen in einem medizinischen Labor am Ziehrerplatz in Wien-Landstraße am 17. September 2020
Private Corona-Testungen in einem medizinischen Labor am Ziehrerplatz in Wien-Landstraße am 17. September 2020picturedesk.com/Kurier/Jeff Mangione
In den vergangenen 24 Stunden hat es österreichweit 1.346 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und elf weitere Todesfälle gegeben.

Sechs Todesfälle und 1.028 Neuinfektionen, das war die traurige Vortagesbilanz am Dienstag. Doch die heutigen Zahlen setzen noch eines drauf: Der Dienstag wurde mit über 1.300 neuen Fällen zum schlimmsten Coronatag in Österreich seit Beginn der Pandemie. Noch nie hat es an einem Tag mehr positive Testergebnisse gegeben.

Die Zahlen der Bundesländer im Detail: 

➤ Burgenland: 42
➤ Kärnten: 72
➤ Niederösterreich: 139
➤ Oberösterreich: 234
➤ Salzburg: 134
➤ Steiermark: 62
➤ Tirol: 184
➤ Vorarlberg: 77
➤ Wien: 402

Bisher gab es in Österreich 58.672 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (14. Oktober 2020, 09:30 Uhr) sind laut Innenministerium österreichweit 872 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben – seit gestern kamen erneut 11 Menschen ums Leben – und 45.846 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 654 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 112 der Erkrankten auf Intensivstationen. 

Kann Party-Verzicht zweiten Lockdown verhindern?

Die Gerüchteküche brodelt bereits seit Wochen, dass ab November ein zweiter Lockdown bevorstehen könne, "wenn es wirklich eskaliert". Angefacht hatte die Diskussion auch ZiB-Innenpolitik-Ressortleiter Hans Bürger am Samstag. "Die Regierung bastelt da seit vielen Wochen und Tagen an verschiedensten Konzepten. "Und was man hört, kristallisieren sich zwei Konzepte heraus", erklärte der ORF-Reporter. So ist von einem "sanften" Lockdown die Rede, der "am 2. November starten könnte. Oder eben am 16. November, das Ganze für zwei oder drei Wochen."

Doch was muss oder kann Österreich tun, um ein solches Szenario zu verhindern? Komplexitätsforscher Peter Klimek erklärt in einer Analyse, worauf es jetzt ankommt: "Ein zweiter Lockdown kann verhindert werden, wenn die Bevölkerung Einschränkungen wie Hygiene und Abstandhalten mitträgt, aber auch auf mittlerweile bekannte Risikoaktivitäten wie private Feiern so weit wie möglich verzichtet".

Warum die Zahlen vom Dashboard divergieren können

Das Covid-19-Dashboard der AGES bezieht seine Daten ausschließlich aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS) und wird einmal täglich, um 14 Uhr, aktualisiert. Das EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird.

Im Innenministerium werden die Zahlen hingegen im Rahmen der täglichen Videokonferenz des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC). Diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.

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