Wenn du dich jetzt zurückerinnerst an die Zeit im Studio, als "Tanzschein" aufgenommen wurde, hast du dir damals gedacht: "Ja, das ist der Song für den ESC 2026"? Cosmó: Ich habe es nicht erwartet. Ich habe gehofft, gewünscht und geträumt, aber realistisch gesehen habe ich es nicht erwartet, nein.
Was hast du dir sonst bei den Song-Aufnahmen gedacht? Cosmó: Ich habe mir gedacht, ich träume einfach, dass ganz viele Menschen zu dem Song mittanzen. Ich habe mir vorgestellt, wie der Song im Club läuft.
Dann war es aber doch so weit, dein Name ist beim Vorentscheid gefallen, dein Song wurde zum ESC-Hit gewählt. Was hast du dir in dem Moment gedacht? Und wie lange hat es gedauert, bis du tatsächlich realisiert hast, dass du Österreich vertreten wirst? Cosmó: Im ersten Moment war einfach alles blank. Ich habe alles um mich herum vergessen. Zurück in die Realität hat mich dann die Band geholt, als wir uns alle nach der Verkündung umarmt haben. So richtig realisiert habe ich es vier Tage später. Wir waren gleich danach in Innsbruck bei der Medaillenfeier – da sind wir aufgetreten. Das war auch noch sehr surreal. Und danach ist es so langsam gesackt. Wir hatten so eine lange Zugfahrt zurück nach Wien – während dieser Fahrt habe ich es dann langsam gecheckt.
Mittlerweile hast du einige ESC-Partys hinter dir. Doch der größte Auftritt steht dir noch bevor. Wie groß ist die Nervosität mittlerweile? Cosmó: Ich bin noch ruhig. Ich bin halt generell ein ruhiger Mensch. Ich hebe mir das Adrenalin für die Bühne auf. Ich finde, es ist wichtig, sich in Ruhe vorzubereiten. Das hat mir mein Klavierlehrer ganz oft gesagt.
„Ich bin noch ruhig. Ich bin halt generell ein ruhiger Mensch. Ich hebe mir das Adrenalin für die Bühne auf. Ich finde es auch ganz wichtig, sich in Ruhe vorzubereiten.“Cosmóüber Nervosität vor dem ESC
Erzähl uns von einem Fan-Moment, den du wohl nie vergessen wirst. Cosmó: Ein Fan hat in Amsterdam so um die 50 Tanzscheine selbst gemacht, sie ausgedruckt und verteilt. Ich habe meinen auch noch, da war ich sehr impressed.
Dein Künstlername und der Stern – dahinter "versteckst" du dich ein bisschen, stimmt das? Cosmó: Ich glaube, es ist ein bisschen, um die beiden Welten zu trennen. Die zwischen privat und Uni und die auf der Bühne, wo ich die Sau rauslasse. Ich finde, das ist sehr gesund, und es fällt mir dann auch leichter, weil ich als private Person eher schüchterner, ruhiger, zurückgezogener bin.
Hast du mittlerweile eine Schablone für den Stern? Und wie lange brauchst du, um ihn aufzumalen? Cosmó: Der ist immer noch freihändig gemalt, und ich mach den immer noch gern selbst. Ich finde, das ist viel persönlicher – und außerdem ist er so immer ein bisschen anders. Mittlerweile brauche ich circa acht Minuten.
Nicht schlecht. Da kann Frau sich was abschauen, wenn man bedenkt, wie lange wir für unser Make-up brauchen. Cosmó: Also auf dem Level bin ich auf jeden Fall noch nicht. Ich mache auch das Drumherum mit Foundation und so, das ist mir alles ganz neu gewesen. Aber ich mache es jetzt praktisch jeden Tag.
Du stehst am Samstag als Letzter auf der riesigen Bühne in der Stadthalle. Ist das ein Vor- oder Nachteil? Cosmó: Ich glaube, es ist ziemlich wurscht. Aber ich habe mich gefreut, weil ich finde, als Vertreter des Host Country dürfen wir den Abend abschließen. Ich finde das ganz schön.
Du möchtest die Show mit einer Party beenden? Cosmó: Ja, genau. Und die Menschen sind aufgewärmt, schon ready zum Tanzen. Ganz Europa soll tanzen! Also finde ich das einen guten Startplatz.
Und willst du noch immer mit der U-Bahn zum Finale fahren? Cosmó: Das wird nun doch nicht passieren. Es wird dann doch zu viel los sein. Ich würde wahrscheinlich auch nicht pünktlich kommen, wenn ich da durch all die Menschenmassen durch muss. Deswegen sind es diesmal nicht die Öffis – erst am 17. Mai dann wieder.
Wie wird deine Show, was darfst du schon verraten? Cosmó: Wir werden einige Sachen aus dem Vorentscheid übernehmen, denn die kamen ja doch sehr gut an. Aber es wird auch ein paar Überraschungen geben. Also wir passen das an die Stadthalle an.
Austrian ESC contestant Cosmó looks back on his journey to the Eurovision stage with a mixture of surprise and gratitude. He says while recording his song "Tanzschein" he never truly expected it to make it to the ESC – he simply dreamed of people dancing to it in clubs. When he was finally chosen to represent Austria, the moment felt unreal, only truly sinking in days later. Despite the upcoming finals on May 16, Cosmó still is pretty calm, saving his nerves for the stage. He recalls special fan moments like a supporter in Amsterdam handing out homemade "dance certificates". His stage persona, marked by his signature star, helps him separate his private, rather shy self from his energetic performer identity. For him being the last performer in the finals is an honor – and the perfect chance to end the night with a big party. He refuses to share details of his show, but promises a mix of familiar and new elements. Asked about his future plans Cosmó announces the release of his EP "Lieber tanz ich weiter" on May 8 and a tour in autumn, hoping fans will continue to follow his musical journey beyond Eurovision.
Was ist denn in Zukunft geplant? Cosmó: Ich freue mich darauf, verschiedene Seiten von Cosmó zu zeigen. Es wäre richtig cool, wenn unsere Fans auch nach dieser Eurovision-Reise dabeibleiben. Es wird auf jeden Fall mehr Songs geben. Ab 8. Mai gibt es meine EP "Lieber tanz ich weiter", und im Herbst gehe ich mit meiner Band auf Tour.