Beim Heimdebüt von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick setzte es prompt die erste Pleite. Pierre-Emile Höjbjerg (28.) und der Ex-Austrianer Jens Stryger Larsen (84.) schossen den EM-Semifinalisten zum 2:1-Erfolg. Xaver Schlager war der zwischenzeitliche Ausgleich in der 67. Minute gelungen.
Die Partie hatte nach einem großflächigen Stromausfall im Prater erst mit 90-minütiger Verspätung angepfiffen werden können. Erst um 22.15 Uhr statt 20.45 Uhr rollte der Ball im Ernst-Happel-Stadion. Die vor allem auch internationalen Schlagzeilen bestimmte nach dem Schlusspfiff allerdings ein mysteriöses "schwarzes Loch". Während sich die Dänen nach Spielende beglückwünschten, rief Dänemark-Spieler Andreas Skov Olsen schließlich seine Teamkollegen herbei, zeigte im Mittelkreis ein großes Loch im Rasen. Der 22-Jährige stieg hinein, dabei verschwand sein Unterschenkel beinahe zur Gänze.
Im dänischen TV zeigte sich Skov Olsen schließlich fassungslos. "Da war ein Loch, das wahrscheinlich einen halben Meter tief war. Es war mitten auf dem Feld. Und es ist verdammt gefährlich, wenn da jemand hineintritt. Man könnte sich das Bein brechen", meinte der 22-Jährige. Und wurde danach noch deutlicher: "Das Loch hätte eine Karriere ruinieren können, aber zum Glück ist es nicht passiert." Das Erdreich hat offensichtlich erst nach Schlusspfiff nachgegeben.
Mit Blick auf den Stromausfall und das "schwarze Loch" ärgerte sich auch Dänemarks Tottenham-Legionär Höjbjerg: "Ich weiß nicht, was zum Teufel in diesem Amateur-Stadion los ist."
Österreichs Fußballverband arbeitet den plötzlichen Erdrutsch nun auf. "Die genauen Umstände sind in Klärung, ein Zusammenhang mit den schweren Regenfällen der vergangenen Nacht wird vermutet", hieß es von Seiten des österreichischen Fußballbundes auf "Heute"-Nachfrage.
Am Freitag soll im Happel-Oval jedenfalls das dritte Nations-League-Gruppenspiel gegen Weltmeister Frankreich steigen. Hoffentlich ohne Stromausfall und auf einem wiederhergestellten Rasen...