Darum besitzt Becker nun einen Diplomatenpass

Boris Becker wird "ehrenamtlicher" Diplomat in Zentralafrika. Das bringt dem Tennis-Oldie Vorteile in seiner finanziellen Krise.

Im Juni 2017 wurde Boris Becker von einem Londoner Gericht für bankrott erklärt. Gläubiger fordern vom 50-Jährigen 61 Millionen Euro. Problem: Die Insolvenzverwalter haben größte Mühe, die Vermögensverhältnisse der Tennis-Ikone zu entwirren.

In England dauert ein Isolvenzverfahren für gewöhnlich ein Jahr. Becker wäre damnach ab Juni wieder schuldenfrei – und als Diplomat tätig ("Heute" berichtete).

Becker soll Attaché für Sport und kulturelle Angelegenheiten in der Europäischen Union werden – und dafür einen Diplomatenstatus bekommen. Sein Aufgabengebiet: die Zentralafrikanische Republik.

In Belgien nichts zu befürchten

Ein Schelm, wer dahinter Böses vermutet. Fakt ist: Als Diplomat genießt Becker Sonderrechte. Am Botschafterstandort Brüssel wäre er vor straf- und zivilrechtlicher Verfolgung geschützt. Reist er im Auftrag Zentralafrikas, darf sein Gepäck und das seiner Familie nicht durchsucht werden. "Kavaliersdelikte" wie Falschparken oder Tempoüberschreitungen dürften nicht geahndet werden.

Auf Beckers Bankrott hat die diplomatische Immunität aktuell keine direkten Auswirkungen.

(red)

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