Darum ist das kleine Uruguay so gut

Copa-Titel Nummer 15, WM-Vierter! Uruguay zeigt vor, wie man als kleines Land die Fußball-Welt erobert. Österreich schaut neidvoll zu: Obwohl in der Alpenrepublik mehr Kicker gemeldet sind, wartet man seit Jahren auf Erfolge.

Jugendarbeit: Uruguay konzentriert sich auf die Talente-Förderung. In Absprache mit den Klubs trainieren die Nachwuchsauswahlen drei Mal pro Woche in einem modernen Hochleistungszentrum. Teamchef Oscar Tabarez beobachtet die Spieler. Österreichs Kicker-Jugend verbringt nur wenige Wochen im Jahr zusammen.
Der Trainer: Tabarez coacht seit 2006 bereits zum zweiten Mal die „Celeste“. Seine erste Ära endete 1990 nach einem enttäuschenden WM-Abschneiden. Stationen in Argentinien (Boca Juniors), Italien (AC Milan, Cagliari) und Spanien (Oviedo) ließen ihn reifen. Österreichs Teamchef Didi Constantini kennt Auslandserfahrung nur aus Mainz (D), wo er 1997 für acht Monate anheuerte.
Risiko: Kampfgeist und offensiver Spielstil zeichnen die erfolgreiche Generation der Südamerikaner aus. „Wer im modernen Fußball nichts riskiert, kann auch nichts gewinnen. Heute wagen wir es, mit drei Spielern in der Abwehr und drei Stürmern zu spielen“, schwärmt Uru-Ikone Enzo Francescoli. Zum Vergleich: Das ÖFB-Team setzt meist auf Viererkette und eine baumlange Solospitze.


E. Elsigan / K. Pfeiffer

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