Jeder kleine italienische Bub kennt dieses ungeschriebene Gesetz. Wenn WM oder EM ist, verliert Italien gegen die Deutschen nicht. Drei Siege, vier Remis - das ist die imposante Bilanz der "Azzurri".
Jeder kleine italienische Bub kennt dieses ungeschriebene Gesetz. Wenn WM oder EM ist, verliert Italien gegen die Deutschen nicht. Drei Siege, vier Remis – das ist die imposante Bilanz der "Azzurri".
Gegen England wäre alles anders gewesen: Seit Wembley 1966 gab es bei einem großen Turnier keine deutsche Pleite gegen die Briten. "Sehr, sehr unangenehm", nennt Jogi Löw den Halbfinal-Gegner. "Taktisch top", pflichtet sein verlängerter Arm Philipp Lahm bei.
Italien ist nach der guten Leistung gegen England vor dem Klassiker siegessicher. "Wir haben den Charakter, die Deutschen zu schlagen", stellt Elferheld Gianluigi Buffon klar. Trotz 48 Stunden weniger Regenerationszeit und zwei Wackelkandidaten. De Rossi und Abate droht mit muskulären Problemen nur die Zuschauerrolle in Warschau.
Italien-Coach Cesare Prandelli lobte nach dem Elfer-Krimi seinen "Bad Boy" Balotelli. "Er war exzellent und hat Charakter gezeigt." Zum Duell mit Deutschland meint er: "Jedes Team hat Schwächen. Ich bin sicher, dass wir sie mit taktischen Ideen in Schwierigkeiten bringen." Klingt stark nach einem Fall für "Magier" Andrea Pirlo. Beim 33-jährigen Hobby-Winzer ist es wie mit dem Wein: je älter, desto besser! Mit seinem Penalty Marke Antonin Panenka verzauberte er Europa. Der nächste Geniestreich soll gegen Deutschland folgen.
Deutsche vor dem Tor am besten:
Aus 58 Torschüssen machte Deutschland bei der EM sieben Tore: 12,07 % Trefferquote sind der beste Wert der vier Halbfinalisten. Am wenigsten effizient sind die Italiener: Für drei Tore benötigten Balotelli und Co. 90 (!) Schüsse – ein unterirdischer Wert.