Von Donnerstag auf Freitag wurde die nächtliche Stille im Süden von Graz durch das Rattern von Hubschrauberrotorblättern unterbrochen. Am Himmel kreiste ein Helikopter des österreichischen Bundesheeres, der einige Blicke von Anwohnern auf sich zog.
Nun erklärte ein Sprecher des Bundesheeres gegenüber der "Kleinen Zeitung", was dahintersteckt. Demnach werde der Bereich um die Magna aktuell für nächtliche Trainings-Szenarien des Jagdkommandos – den Spezialeinsatzkräften des Bundesheeres – genutzt.
Laut Heeressprecher Dietmar Deutsch seien Gemeinden, Behörden und Polizei über die Übung in Kenntnis gesetzt worden. Das Jagdkommando ist für die Bereiche Aufklärung, Überwachung, den Einsatz gegen gegnerische Gruppierungen und Netzwerke sowie für Evakuierungsoperationen zuständig. Auch im Ausland komme man zum Einsatz.
Dafür müssen die Soldaten ausreichend trainieren. Daher werde mehrmals im Jahr in Großübungen für den Ernstfall geprobt. In den Einheiten gehe man immer vom "Worst case" aus, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Auch kleinere Übungen werden in regelmäßigen Abständen abgehalten.
Bei der nunmehrigen Übung wurde unter anderem eine medizinische Notlage mit zahlreichen Verletzten und der Einsatz von Ärzten und Notfallsanitätern geprobt. Laut dem Sprecher habe die Bevölkerung bis auf den Hubschrauber nichts davon mitbekommen, da die Soldaten darauf trainiert wären, verdeckt zu operieren.