Wer kennt es nicht: Man schaltet abends das Licht im Bad ein und sieht ein kleines silbernes Tierchen flink über die Fliesen huschen. Silberfischchen sind für viele ein echter Ekel-Faktor – dabei sollte man ihnen fast dankbar sein.
Denn die ungeliebten Mitbewohner sind völlig harmlos. Sie beißen nicht, sie stechen nicht und sind auch für Haustiere kein Problem. Streng genommen sind sie nicht einmal Schädlinge, da sie sogar Hausstaubmilben fressen.
Wie chip.de berichtet, sind Silberfischchen aber ein wichtiges Warnsignal: Sie deuten auf zu hohe Feuchtigkeit in der Wohnung hin. Am wohlsten fühlen sie sich bei 25 bis 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit – Werte, die in Wohnungen eigentlich nicht über 70 Prozent liegen sollten.
Besonders interessant: Silberfischchen fressen auch Pilzsporen und Schimmel. Wenn du also vermehrt diese Tierchen in deinem Zuhause bemerkst, könnte dies auf ein Feuchtigkeitsproblem hinweisen. Es wäre ratsam, die Wände auf möglichen Schimmelbefall zu überprüfen.
Die kleinen Insekten finden im Haushalt reichlich Nahrung – von Hautschuppen über Haare bis hin zu Gebäckresten oder Getreide. In feuchten Badezimmern, Küchen und Kellerräumen finden sie ideale Lebensbedingungen.
Wichtig ist ein trockenes Raumklima. Regelmäßiges Lüften hilft, ebenso der Verzicht darauf, Wäsche in der Wohnung zu trocknen. Lebensmittel sollten gut verschlossen sein. Ritzen an Fußleisten oder Tapeten gilt es, abzudichten.
Als Hausmittel haben sich Gerüche wie Lavendel oder Zitrone bewährt. Auch eine Kartoffel-Falle funktioniert: Sie wird halbiert, ausgehöhlt und über Nacht ausgelegt. Am nächsten Tag lassen sich die Tiere mitsamt der Kartoffel entsorgen.