Darum verschwinden jetzt die WhatsApp-Nachrichten

Selbstlöschende Nachrichten sind praktisch. Damit verschwinden sie bei WhatsApp nach einem Zeitraum. Jetzt wird die Funktion nochmals aufgemotzt.

Hat man die selbstlöschenden Nachrichten aktiviert, so verschwinden Nachrichten bei WhatsApp nach sieben Tagen automatisch wieder vom Handy des Empfängers oder der Empfängerin. Eingeführt wurde die Funktion im letzten Jahr.

Nun tüftelt offenbar Facebook – die Besitzerin von WhatsApp – daran, die Funktion weiter zu entwickeln. So soll es künftig möglich sein, Nachrichten schon nach 24 Stunden wieder verschwinden zu lassen. Das Feature ist in einer Vorabversion aufgetaucht, wie Wabetainfo.com berichtet. Die Funktion der selbstlöschenden Chats kann einzeln für jeden WhatsApp-Kontakt aktiviert und deaktiviert werden.

Hack mit Screenshot

Nutzerinnen und Nutzer sollen künftig wählen können, ob die Nachrichten nach sieben Tagen oder schon nach 24 Stunden wieder verschwinden sollen. Die neue Funktion befinde sich derzeit noch in der Testphase und soll mit einem kommenden Update auf die Geräte ausgespielt werden.

Doch sind selbstlöschende Nachrichten wirklich sicher? Tatsächlich hält die Funktion den Empfänger oder die Empfängerin nicht davon ab, die Nachrichten weiterzuleiten oder sie anderweitig abzuspeichern. Wird eine solche Nachricht nämlich an einen Chat weitergeleitet, in welchem selbstlöschende Nachrichten deaktiviert sind, bleibt die Nachricht auch nach Ablauf der Frist bestehen. Außerdem kann die Nachricht via Screenshot abgespeichert werden. Sensible Informationen sollte man darum besser nicht mit der Funktion teilen.

Andere Apps kennen Nachrichten, die sich selbst zerstören schon länger, allen voran Snapchat. Auch Telegram erlaubt es, dass sich Nachrichten nach einer gewissen Zeit löschen. Auf Telegram gibt es zudem auch geheime Chats, in denen Nachrichten nicht nur verschwinden, sondern zudem nicht weitergeleitet oder per Screenshot festgehalten werden können.

Weg von WhatsApp

WhatsApp hat in den letzten Wochen einen Exodus erlebt. Dies nach der Ankündigung von WhatsApp, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im Frühling 2021 geändert werden. Darauf haben zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer dem Messenger den Rücken zugekehrt. Beliebte Alternativen sind neben dem Schweizer Messenger Threema auch Telegram und Signal. Während Threema in den App-Charts bei den kostenpflichtigen Programmen auf Platz eins ist, sind die anderen Messenger seit Wochen auf den vorderen Plätzen vertreten.

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