Wenn es um das gesündeste Gemüse geht, denken viele zuerst an Brokkoli oder Spinat. Ein oft unterschätzter Kandidat bleibt dabei meist außen vor: Brunnenkresse. Dabei zählt das würzige Blattgemüse tatsächlich zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln überhaupt.
Brunnenkresse gehört zur Familie der Kreuzblütler – also zu den gleichen Pflanzen wie Brokkoli, Kohl oder Grünkohl. Trotz ihrer zarten Blätter steckt sie voller wichtiger Nährstoffe.
Sie liefert unter anderem: Vitamin A, C und K, Folsäure, Kalzium und sekundäre Pflanzenstoffe.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat Brunnenkresse sogar zur Nummer 1 unter den "Power-Gemüsen" gekürt.
Das Besondere sind sogenannte Glucosinolate. Beim Kauen oder Schneiden werden sie in aktive Stoffe umgewandelt – darunter Sulforaphan, ein starkes Antioxidans.
Auch andere Antioxidantien wie Beta-Carotin sowie die Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin sind enthalten – sie werden mit einem geringeren Risiko für verschiedene Krebsarten in Verbindung gebracht.
Brunnenkresse könnte zudem helfen, den Cholesterinspiegel zu beeinflussen und oxidativen Stress im Körper zu reduzieren. Oxidativer Stress steht mit Erkrankungen wie Herzproblemen oder Krebs in Zusammenhang.
Viele Menschen meiden jedoch Brunnenkresse, da sie nicht sicher sind, was sie damit anfangen sollen. Tatsächlich ist sie sehr vielseitig für die Zubereitung.
Ihr leicht pfeffriger Geschmack passt besonders gut zu Eiern, Fisch oder Ziegenkäse.
Brunnenkresse eignet sich hervorragend als Garnitur, kann aber auch als Basis für einen Salat verwendet werden. Es kommt erst richtig zur Geltung, wenn es im Mittelpunkt eines Gerichts steht, anstatt am Rande. Es schmeckt nicht nur hervorragend, sondern dient in Kombination mit anderen Vollwertprodukten auch als Träger für deren Nährwerte.
Brunnenkresse hat etwa 10-15 kcal pro 100 g, kein Fett und nur wenige Ballaststoffe. Eine typische Portion wäre eine große Handvoll, etwa 40–80 g, die oft in Salaten oder Sandwiches verwendet wird.
Brunnenkresse enthält viel Vitamin K, das die Blutgerinnung beeinflusst. Menschen, die Blutverdünner einnehmen, sollten ihren Konsum daher konstant halten und nicht plötzlich stark erhöhen. Auch bei der Einnahme von Lithium ist Vorsicht geboten, da Brunnenkresse harntreibend wirkt.