Das Gugl-Oval gibt es jetzt nur noch auf Google

So sieht das Stadion auf der Gugl nur noch auf Google Maps aus.
So sieht das Stadion auf der Gugl nur noch auf Google Maps aus.Screenshot: Google Maps
Die Abbrucharbeiten beim Linzer Stadion haben längst begonnen, am Mittwoch wurden Teile des Daches abgerissen. Die Gugl gibt es nur noch auf Google.

Die vier hohen Flutlichtmasten ragen noch in die Höhe. Doch ansonsten erinnern nur noch Tribünenteile an das Oval auf der Gugl, in dem der LASK und Blau Weiß Linz (früher VOEST Linz) 68 Jahre lang viele spannende Partien austrugen.

Schon etwas mehr als vor einer Woche haben die Abrissarbeiten beim altehrwürdigen Stadion begonnen. Nur auf Google-Maps steht die Gugl noch. Schon im Sommer 2022 soll dort dann die hochmoderne "Raffeisen-Arena (19.000 Plätze) des LASK stehen. Kostenpunkt: rund 60 Millionen Euro (wir berichteten).

Doch bis dahin rollen noch zahlreiche Laster und Bagger über das Gelände. Wurden zunächst sämtliche Stahlsitze abgetragen, ging es am Mittwoch dem Dach auf der Seite der Stehplatz-Tribüne an den Kragen. Auf der Nordostseite, links neben dem Auswärtssektor, wurden Teile der Bedachung heruntergerissen und zerkleinert.

Die Dachreste werden gestapelt und dann von Lastwagen abgeholt. "Das ist total hochwertiger Stahl und es wird alles wieder verwertet und eingeschmolzen", so LASK-Pressechef David Obererlacher.

Ebenfalls im Auswärtssektor wurden am Mittwoch schon die ersten Wände der Tribüne mit dem Bagger weggestemmt. 

Am 30. Juni 2022 soll dann das neue Super-Stadion fertig sein. "Das ist der Termin, auf den sich bei uns alles fokussiert und konzentriert. Wir haben natürlich noch gewisse Reserven, die man in solch einen Bau einkalkulieren soll, aber wir wollen schon zügig voran kommen", ist man von Seiten des LASK zuversichtlich. 

Gemeinderatsanfrage

Indes reißt die Diskussion um das Mobilitätskonzept rund um das neue LASK-Stadion nicht ab. Helge Langer, Klubobmann der Linzer Grünen, meint dazu: "Damit die umliegenden BewohnerInnen künftig nicht bei jedem LASK-Spiel unter einem Stau- und Parkchaos leiden müssen, ist eine Verkehrslösung mit einem funktionierenden Öffi-Shuttledienst nötig."

Laut der Stadt gibt es schon seit 2007 ein bestehendes Verkehrskonzept rund um die Gugl. Der LASK hat in der Vergangenheit schon mehrmals anklingen lassen, bei der Umsetzung eines funktionierenden Mobilitätskonzepts mitwirken zu wollen. 

„Wie hier der aktuelle Stand ist und ob es darüber schon Gespräche zwischen der Stadt und dem LASK gegeben hat, ist unklar und einer der Punkte, den wir mit unserer Gemeinderatsanfrage an Vizebürgermeister Markus Hein klären wollen“, so der Grüne Klubobmann abschließend.

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