Was wäre ein Stadionbesuch ohne ein Würstel. Die Fans der Forest Green Rovers müssen auf diese Köstlichkeiten verzichten. Genauso wie die Spieler...
Der englische Viertligist Forest Green Rovers hat den tierischen Produkten den Kampf angesagt. Im Stadion gibt es keine Würstel oder Wurstsemmeln. Auch auf Mayonnaise müssen die Besucher im Stadion verzichten. Die Rovers wurden zum ersten veganen Klub.
Dies gilt auch für die Spieler. An Trainings- und Spieltagen bereitet der Klub für seine Kicker ausschließlich vegane Speisen zu. Mittlerweile haben sogar einige Fußballer ihre private Ernährung umgestellt, verzichten auch in der Freizeit auf tierische Produkte.
Umdenken durch Klub-Besitzer
Doch das Engagement des Teams aus dem westenglischen Nailsworth geht über die Ernährung hinaus. Die Spielfeldmarkierungen werden ohne Chemikalien gezogen, der Platz nur mit aufgefangenem Regenwasser gegossen und 20 Prozent des Stroms mit Sonnenkollektoren selbst erzeugt. Darüber hinaus gibt es auf dem Stadion-Parkplatz Ladestationen für Elektro-Autos.
All das geht auf den Klubbesitzer Dale Vince zurück. Der 53-Jährige gründete 1995 ein Elektrizitätsunternehmen, das seine Kunden mit erneuerbaren Energien versorgt. Zuvor lebte Vince als Aussteiger in einem Wohnwagen. Für sein Engagement wurde Vince 2004 von der Queen geehrt.
Ziel ist der Aufstieg
"Wir hatten die Möglichkeit, unsere Botschaft einem Publikum zu vermitteln, das sonst eher nicht dafür empfänglich ist", sagte der Klub-Besitzer der Nachrichten-Agentur AFP. Der Erfolg gibt dem 53-Jährigen recht. Letzte Saison gelang der Aufstieg in die vierte Liga, das Örtchen Nailsworth ist mit 5.000 Einwohnern die kleinste Stadt, die ein englisches Profi-Team beherbergt.
Doch der Weg geht noch weiter. Vince träumt vom Aufstieg in die zweite Liga, wo der Klub dann im neuen Stadion, das komplett aus Holz bestehen wird, spielen soll. (wem)