"Nichts ist schwer, wie Cher"

Das ist Gottschalks Fremdschäm-Rede im Wortlaut

Es sollte ein großer Moment der TV-Geschichte werden. Am Ende wurde es einfach nur unangenehm.
Heute Entertainment
14.11.2025, 13:20
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Schon der Einstieg ging daneben. Während sein Name angekündigt wurde, stand Gottschalk abwesend auf der Bühne, schaute irritiert und fragte schließlich völlig überrascht: "Ach, ich bin schon dran?" Ein Moment, der im Saal hörbar für Verwirrung sorgte.

Doch das war erst der Anfang.

Als der Moderator schließlich zu sprechen begann, war schnell klar: Hier stimmt etwas nicht. Gottschalk sprach ungewöhnlich langsam, brauchte immer wieder lange Pausen, suchte nach Worten – und verlor sich in Anekdoten, die kaum jemand verstand. Mehrmals wirkte es, als hätte er den Faden komplett verloren.

Dann folgte jener Satz, der viele Zuschauer fassungslos machte und sogar Buh-Rufe auslöste: "Du bist die einzige Frau, die ich mein Leben lang ernst genommen habe."

Aber bilde dir selbst deine Meinung. Hier ist Gottschalks Rede im Wortlaut:

"Naja, hier ist Cher. Cher, nichts ist so schwer wie Cher. Ich habe auch viele Namen verwechselt bei 'Wetten, dass..?!' Ich habe auch viele Namen angesagt, die gar nicht gekommen sind. Bei Cher war ich mir immer sicher: Sie ist da. Hier kommt sie: Cher. Ich war vorhin etwas verwirrt, das war gar nicht Cher da hinten. Bist du Cher?"

Thomas Gottschalk sieht sich verwirrt um, sieht eine Dame an, die definitiv nicht der Weltstar ist. Cher selbst kommt auf die Bühne, steht hinter dem Moderator. Er erkennt sie zuerst nicht, dann stellt er sich einfach vor sie hin.

Dann geht es unangenehm weiter: "Cher. Ich hab dich da mit der Kugel herunterkommen sehen. Es ist so schön, dich wiederzusehen, Cher. Ich habe auch einen Bambi für mein Leben bekommen, aber er ist in meinem Haus in Malibu geschmolzen.

Also wenn dein Haus in Malibu auch geschmolzen ist, dann hast du hier einen Ersatz. Ich bin der einzige Mensch auf der Welt, der einen Bambi aus Mitleid bekommen hat, weil meine eingeschmolzen sind, und hier ist Cher."

Plötzlich geht es um ein Motorrad?!

Es wird auch nicht besser: "Es ist so schön, dich wiederzusehen. Hannes, komm (Anm.: Gottschalk meint damit Schauspieler Hannes Jaenicke). Ich wusste gar nichts von all den guten Sachen, die Hannes über dich erwähnte.

Ich sage immer, dass ich dich immer ernst genommen habe, weil du so oft in meiner Show warst. Ich habe dich immer geliebt, weil ich wusste, ich konnte mich immer auf dich verlassen. Hannes, schön, dass du da bist. Hannes, ich hab’ dir mal ein Motorrad verkauft, weißt du das noch?"

Dem Schauspieler Hannes Jaenicke scheint die Situation unangenehm zu sein: "Ja, das ist lange her. Jetzt geht es um Cher."

Thomas Gottschalk scheint es nicht zu begreifen: "Cher, es geht heute um dich, habe ich gehört. Ich habe ihm mal ein Motorrad verkauft. Hannes. Sie hat mich mal mit dem gleichen Auto, das ich auch hatte, auf der Straße überholt. Hast du ein Motorrad, Cher?"

Cher etwas verwirrt: "Ja klar, damit bin ich immer die Straße rauf und runter gefahren. Hast du mich nie gesehen?"

Thomas Gottschalk lässt nicht locker: "Ich habe sie nie gesehen. Hannes habe ich öfter sein Motorrad fahren sehen als dich. Aber es ist gut, dass du heute hier bist. Es ist gut, dass du den Bambi für den Rest deines Lebens behalten kannst."

Cher betont, dass sie Hannes gar nicht so gut kenne: "Du hast mehr von mir gesehen, als er das jemals getan hat."

Thomas Gottschalk weiter: "Es tut ihm heute noch leid. Hannes, soll ich sie dir überreichen?"

Hannes Jaenicke: "Herzlichen Glückwunsch erst einmal, Cher."

Thomas Gottschalk: "Ich habe nicht alles von dir gesehen, aber fast alles."

Im Publikum setzen Cher-Sprechchöre ein. Gottschalk schaut fröhlich zu den Zuschauenden. Dabei scheint er nicht zu verstehen, dass die Zuschauer eine Dankesrede hören wollen. Also macht er einfach weiter: "Cher. Du hast das perfekt gemacht. Willst du noch was sagen?"

Was war mit Gottschalk los?

Während der Rede wanderte Gottschalk um Cher herum, stellte sich mehrfach vor sie, griff irgendwann nach ihrer Hand und schmiegte sich an sie. Sichtbar unangenehm für die 79-Jährige.

Von gesundheitlichen Spekulationen bis hin zu Vorwürfen, er sei "nicht mehr zeitgemäß". Die Diskussionen reißen nicht ab.

Bisher äußerte sich der 75-Jährige nicht zu seinem Auftritt. Auch das Publikum rätselt weiter: War er nervös? Überfordert? Oder war es einfach ein Ausrutscher?

Was bleibt: Ein Abend, der nicht wegen der Preisträger in Erinnerung bleibt, sondern wegen eines Moderators, der wirkte wie aus der Zeit gefallen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 14.11.2025, 13:24, 14.11.2025, 13:20
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