Das macht Barisic anders als Pacult

Der Rapid-Interims-Coach setzt auf Gruppentraining, Ex-Stürmer Carsten Jancker als wichtiger Assistent. Videoanalyse wieder in Mode, Spieler mit Spaß dabei, Taktikschulung, Metall-Dummys statt Slalomstangen.

Frischer Wind in Hütteldorf! Keine 24 Stunden nach Amtsantritt leitete Zoran „Zoki“ Barisic sein erstes volles Training als Rapid-Coach. „Heute“ schaute dem Pacult-Nachfolger über die Schulter.

09.28 Uhr: In einer roter Vereinsjacke mit breitem Grinsen betritt Barisic den Übungsplatz. Im Schlepptau: Carsten Jancker, der sich die Arbeit mit ihm teilt. „Das muss nicht immer gleich ablaufen, wir stimmen das individuell ab“, erklärt der 40-Jährige später „Heute“.
09.44 Uhr: Nach dem Aufwärmen teilt Barisic das Team in drei Sechser-Gruppen auf, lässt schnelles Passspiel mit maximal zwei Ballkontakten trainieren. Als „Gegenspieler“ fungieren Metall-Dummys – Pacult vertraute stets Slalomstangen.
09.52 Uhr: Jancker nimmt Ragnvald Soma zur Seite, erklärt ihm noch einmal den Übungsablauf – ohne laut zu werden. Unter Pacult kippte in solchen Situationen oft die Stimmung.
10.03 Uhr: Barisic lässt hohe weite Pässe plus Ballannahme trainieren.
10.12 Uhr: Trinkpause. Das Coaching-Gespann bespricht den weiteren Ablauf. Barisic schnappt sich eine Partie für Koordinationsübungen, Jancker feilt mit dem Rest am Torabschluss aus 16 Metern.
10.37 Uhr: Zwischenapplaus von Jancker. Nach einem Kreuzeck-Treffer von Jürgen Patocka kommt ihm ein herzhaftes „Bist du deppert“ über die Lippen.
10.48 Uhr: Auslaufen. Platzregen verhindert ein Trainingsmatch. „Das war für den Anfang richtig gut“, sagt Barisic, bevor er sich dem Videostudium widmet. Das war unter Pacult nie ein Thema.

Erich Elsigan

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