Was macht uns wirklich glücklich? Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit jeher. Forscher der Elite-Universität Harvard haben nun nach 85 Jahren Forschung eine klare Antwort gefunden – und sie dürfte viele überraschen.
Die Wissenschaftler begleiteten Teilnehmer von ihrer Jugend bis ins hohe Alter. Die Studie begann 1938 mit 724 Personen, später wurden auch deren Ehepartner und rund 1.300 Nachkommen aufgenommen.
Das Ergebnis ist eindeutig, wie chip.de berichtet: Menschen, die ihre zwischenmenschlichen Beziehungen priorisierten und sich dem Geben verschrieben haben, wiesen eine höhere Zufriedenheit, stärkere Beziehungen und sogar eine verbesserte Gesundheit bis in ihre 80er auf.
Wohlstand und großer Berufserfolg garantieren hingegen nicht das Glücklichsein. Mit steigendem Einkommen steigt das Wohlbefinden zwar an, doch bei rund 64.000 Euro im Jahr stagniert es laut einer weiteren Studie.
Ein Beispiel verdeutlicht das: Ein wohlhabender Harvard-Anwalt war einer der unglücklichsten Studienteilnehmer. Ein Kunstlehrer mit bescheidenem Einkommen, aber erfüllenden Beziehungen, war hingegen einer der Glücklichsten und blieb bis ins hohe Alter gesund.
Robert Waldinger, Leiter der Harvard-Studie, betont: "Einsamkeit ist so tödlich wie Rauchen oder Alkoholismus." Es gehe dabei nicht darum, möglichst viele Freunde zu haben – wichtig sei, enge Vertraute zu haben, auf die man sich verlassen kann.
Der Wissenschaftler rät deshalb: "Versuchen Sie, Ihren Beziehungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken." Gesunde Ernährung, Bewegung und guter Schlaf seien zwar Grundpfeiler, doch enge Beziehungen tragen einen großen Teil zum Glück bei.