Salzburg rechnete sich nach dem 1:1 im Hinspiel gegen die Bayern Chancen auf das Champions-League-Viertelfinale aus. Doch es sollte anders kommen. Die Münchner geigten im Showdown groß auf, deklassierten die "Bullen" mit 7:1. Ein Rekord-Hattrick von Robert Lewandowski machte rasch alles klar.
Die Mozartstädter waren nach dem Debakel schwer geknickt. "Es wird einige Tage dauern, das zu verdauen. Das war richtig schlecht von uns, ein Aussetzer", meinte etwa Verteidiger Maximilian Wöber.
Die Bayern traten hingegen mit breiter Brust vor die Mikrofone. "Wenn wir ein bisschen Räume oder Plätze haben, kann immer etwas passieren - das ist unsere große Stärke. Das haben wir in der ersten Hälfte gezeigt, wenn wir das Tempo hochhalten. Wir haben gezeigt, dass wir da sind", sagte Lewandowski.
Coach Julian Nagelsmann gab sich auf der Sieger-Pressekonferenz hoch zufrieden. "Es war ein sehr dominantes Spiel. Wir haben von Anfang an eine gute Energie gehabt, die war auch spürbar. Dann haben wir geführt durch zwei berechtigte Elfmeter, dann ein gutes Pressing-Tor. Auch in den Situationen, in denen wir kein Tor geschossen haben, haben wir guten Fußball gespielt, oft waren sehr schöne Aktionen dabei. Wir haben gegen den Druck vom Gegner hinten rauskombiniert, hatten eine sehr gute Positionsbesetzung und waren sehr aggressiv im Pressing. Am Ende war es absolut verdient."
Mitleid mit seinem Gegenüber Matthias Jaissle hatte Nagelsmann nicht. "Er ist ein herausragender Typ, ein sehr guter Trainer. Er hat eine sehr gute Champions League gespielt und in der Meisterschaft auch Rekorde aufgestellt. Er braucht alles außer Mitleid von mir."