Das sagen Legenden zu Rapid-Ausschreitungen

Hat Rapid ein Fan-Problem? Das meinen die Klub-Ikonen Hans Krankl, Andi Herzog und Co. zu den Ausschreitungen beim Derby und gegen die Admira.

Rapid hadert – nicht nur mit der sportlichen Situation, sondern auch mit einigen grün-weißen "Fans" auf der Tribüne. Beim Derby und im Gastspiel bei der Admira kam es zu unschönen Szenen. Weil Gegenstände von der Tribüne flogen, mussten beide Partien unterbrochen werden. Für die Ausschreitungen gegen die Austria muss Rapid 30.000 Euro Strafe zahlen, die Verhandlung für die Vorfälle gegen die Admira steht noch ins Haus. Eine Situation, die auch an den Klub-Legenden nicht spurlos vorbeigeht. In der "Krone" äußern sich Hans Krankl, Andi Herzog und Co. zur Situation von Rapid.

Das sagen die Legenden zur Fan-Situation:



Hans Krankl: "Die Probleme begannen bereits unter Präsident Edlinger. Ich frage mich: Kann oder will Rapid die Probleme nicht in den Griff kriegen? Und suchen sie nach Lösungen?"

Andi Herzog: "Hütteldorf gleicht einem Pulverfass. Einige Fans gehen über die Grenzen des Erlaubten hinaus. Der Präsident und der Sportdirektor müssen jetzt sportlich, wirtschaftlich und bei den Fans eine ganz klare Linie vorgeben."

Michael Konsel: "Der Großteil der Fans ist Weltklasse. Doch der kleine, polternde Teil ist jener, den den Fußball kaputt macht."



Christian Keglevits:
"Das Problem ist leider nur mit rigorosen Kontrollen beim Stadioneingang in den Griff zu bekommen. Dann müssen die Fans eben zwei Stunden vorm Match kommen, wenn sie es anders nicht kapieren. Ich bin vierfacher Familienvater, verurteile solche Szenen auf das Schärfste."

Kurt Garger: "Mehrere Baustellen sind aus dem Ruder gelaufen. Allen voran die sportliche Performance und die unnötigen Aktionen der Fans. Der Weg des Schönredens führt nicht zum Erfolg. Jetzt heißt es selbstkritisch sein."

Auch die Aktion von Coach Goran Djuricin, der Admira-Tormanntrainer Walter Franta angespuckt haben soll, beschäftigt die Legenden.

Hans Krankl: "Djuricins Aktion war die unterste Schublade an Niveaulosigkeit."

Michael Konsel: "Viel kann sich Djuricin nicht mehr erlauben."

Die sportliche Leistung von Rapid allgemein sorgt ebenfalls für einige Sorgenfalten.



Kurt Garger: "Die jetzige Profiteam hat zu wenig Qualität, um dem großen Namen Rapid gerecht zu werden."

Andi Herzog: "Rapid war in den letzten 29 Jahren drei Mal Meister, lebt zu sehr von der Vergangenheit. Es ist nicht das Bayern, sondern das Schalke von Österreich: der Klub der Herzen, aber ohne Titel." (gr)

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