Das sind die Hotspots der nächsten Pandemie

Wo der Mensch in den Lebensraum von Wildtieren noch dazu mit Viehzucht eindringt, ist die Gefahr einer neuerlichen Pandemie besonders hoch.
Wo der Mensch in den Lebensraum von Wildtieren noch dazu mit Viehzucht eindringt, ist die Gefahr einer neuerlichen Pandemie besonders hoch.Ding Lei Xinhua / Eyevine / picturedesk.com
Es scheint, als hätten wir die eine Pandemie endlich besiegt, schon wittern Forscher die nächste. Ihr Ursprung wurde jetzt ermittelt.

Kommt das Coronavirus nun aus dem Laboroder hat es doch einen natürlichen Ursprung? Aus wissenschaftlicher Sicht bleibt Letzteres am wahrscheinlichsten. Entsprechend hat ein Forscherteam rund um Maria Cristina Rulli vom Politecnico di Milano nun die nächsten "Hotspots" einer möglichen Pandemie ausfindig gemacht.

Demnach kommen die nächsten "pandemietauglichen" Viren vor allem aus bestimmten Gegenden in China. Aber auch Regionen in Indochina, Thailand und anderen Ländern bieten die perfekten Bedingungen für die nächste, potenziell globale Infektionskrankheit. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift "Nature Food".

Ist der Mensch selbst schuld?

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass vor allem das Vordringen des Menschen in die natürlichen Lebensräume von Wildtieren und dessen Zerstörung das Auftreten von Zoonosen- also Krankheiten, die von Wildtieren auf Menschen überspringen können - begünstigen. Dem spiele auch die zunehmende Urbanisierung, die Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen und ein wachsender Bestand von Nutz- und Haustieren in der Nähe von Wildtieren in die Karten.

Eine wichtige Rolle spiele außerdem das Vorhandensein von sogenannten Hufeisennasen- eine bestimmte Fledermausart, die als natürliches Reservoir von SARS-Coronavirus-ähnlichen Viren gilt. Deshalb sammelten Rulli und ihre Kollegen Daten zur Verteilung der Wildtiere von Westeuropa bis Südostasien aus den letzten 20 Jahren. Diese wurden mit den Angaben zu Abholzung, Wildtierhandel, Landwirtschaft und dergleichen kombiniert.

Letztendlich bestätigt die Studie frühere Arbeiten, denen zufolge das Risiko von Zoonosen steigt, je enger der Kontakt von Menschen und Wildtieren ist.

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