Gesundheitsminister Rudolf Anschober stellte unlängst klar, dass die kommenden vier Wochen die wichtigsten sein werden. "Wir alle entscheiden, ob wir die Spitäler überfordern", so Anschober. Ein erneuter Anstieg der Corona-Zahlen in Österreich wäre zudem eine Katastrophe.
Die Zahl der Neuinfektionen ist in den letzten Tagen und Wochen aber immer weiter gesunken, insgesamt 2.263 neue Corona-Fälle vermeldete das Bundesministerium für Inneres am gestrigen Montag. Eine Trendwende im Land sei laut dem Gesundheitsminister zwar zu erkennen, doch die Zahlen müssen - auch im Hinblick auf Weihnachten - weiterhin sinken.
Denn die Bundesregierung rechnet bereits fest damit, dass die Zahl der Neuinfektionen rund um die Feiertage wieder nach oben gehen wird. Und auch wenn der Ansturm auf die Geschäfte in Österreich am Montag enorm war, sollte die Zahl der Fälle im Land bis zum Wochenende weiter nach unten gehen.
Die Richtung der Corona-Zahlen österreichweit stimmt, der "softe" bzw. "harte" Lockdown haben ihre Wirkung nicht verfehlt, die Ziele wurden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober auch erreicht und der Effekt werde "noch rund zwei Wochen fortsetzen".
Es gibt aber auch weiterhin Gebiete in Österreich, in denen die Corona-Zahlen trotz Lockdown nicht sinken, sondern sogar noch steigen. Vor allem in einigen Gemeinden und Bezirken von Bundesländern Salzburg, Steiermark, Tirol und Kärnten scheint man das Virus noch nicht wirklich in den Griff bekommen zu haben.
Die Corona-Hotspots im Überblick (Stand 8.12. 9.30 Uhr):
➤ Tamsweg (Salzburg): 977,7 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen)
➤ Lienz (Tirol): 629,9
➤ Murau (Steiermark): 613,6
➤ Wolfsberg (Kärnten): 458,1
➤ Hermagor (Kärnten) 437,6
➤ Schärding (Oberösterreich): 433,9
➤ Sankt Johann im Pongau (Salzburg): 417,5
➤ Murtal (Steiermark): 414,2
➤ Sankt Veit an der Glan (Kärnten): 409,7
➤ Schwaz (Tirol): 406,7
➤ Völkermarkt (Kärnten): 406,1
➤ Amstetten (Niederösterreich): 404,2