Das traurige Geheimnis hinter Alcacers Torjubel

Paco Alcacer ist nicht zu stoppen. Der Stürmer eilt von Tor zu Tor. Dabei jubelt er jedes Mal andächtig. Was hinter der Geste des BVB-Stürmers steckt...

Egal ob im Dress von Borussia Dortmund oder der spanischen Nationalmannschaft: Paco Alcacer trifft und trifft und trifft. In vier Bundesliga-Spielen für den BVB gelangen dem Spanier bereits sieben Tore. Dazu zuletzt drei in zwei Spielen für das spanische Team.

Im Champions-League-Schlager gegen Atletico Madrid (Mittwoch, 21 Uhr, im Live-Ticker) kann BVB-Coach Lucien Favre nicht auf seinen Goalgetter hoffen, er fehlt angeschlagen.

Daher kann man auch nicht den markanten Torjubel begutachten. Alcacer bekreuzigt sich, hebt dann die Zeigefinger in die Luft, blickt andächtig gen Himmel. Und denkt an seinen Vater.

Gedenken an den Vater

Hinter der Jubelgeste des 25-Jährigen steckt ein erschütterndes Familien-Drama. Im August 2011 bestritt Alcacer im Dress des FC Valencia sein erstes Match als Profi im Test gegen den AS Roma.

Sein stolzer Vater blickte ihm auf die Beine. Beim Verlassen des Stadions folgte das Drama: Der damals 44-Jährige erlitt einen Herzinfarkt, verstarb vor den Augen seines Sohnes. "Es ist eine spezielle Huldigung an meinen Vater. Ich weiß, es hätte ihm gefallen, mich weiter spielen zu sehen", erzählte der Spanier bei BVB Total. Alcacer trägt den Todestag seines Vaters auf dem Arm, dazu der Schriftzug "Always in my mind Papa".

Auch gegen seine Landsleute will Alcacer, der sich beim FC Barcelona nie wirklich durchsetzen konnte, nach Dortmund verliehen wurde, wieder treffen – und jubeln. Eine schwierige Angelegenheit. "Gegen sie zu spielen ist wie Zahnschmerzen." (wem)

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