Das werden die Höhepunkte des Astronomiejahres 2022

Die Leoniden sind ein Meteorstrom, der jedes Jahr im Novermber auftritt. Dabei handelt es sich umgangssprachlich um jede Menge Sternschnuppen.
Die Leoniden sind ein Meteorstrom, der jedes Jahr im Novermber auftritt. Dabei handelt es sich umgangssprachlich um jede Menge Sternschnuppen.(Bild: Glomex)
Für alle Hobby-Astronomen wird 2022 leider nicht wahnsinnig spannend. Was es nächstes Jahr am Himmel zu sehen gibt, haben wir zusammengefasst.

Nach dem an Himmelsereignissen wenig ereignisreichen zu Ende gehenden Jahr 2021 bietet auch 2022 nur wenige spektakuläre Himmelsereignisse. Als Höhepunkt wertet die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) eine partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober. Sollte es das Wetter zulassen, lohnt sich eine Beobachtung, ist es doch die letzte Sonnenfinsternis in Österreich bis zum 29. März 2025. Bereits im Juni diesen Jahres gab es eine partielle Sonnenfinsternis zu bestaunen.

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1. Mondfinsternis am 16. Mai

Den Auftakt macht eine totale Mondfinsternis am 16. Mai, in Österreich ist davon allerdings kaum etwas zu sehen. In weiten Teilen des Landes geht der Mond mit Beginn der totalen Verfinsterung in der Morgendämmerung unter. Nur ganz im Westen ist der Anfang der Totalität noch knapp über dem Horizont zu beobachten. Wer das Himmelsschauspiel in voller Länge beobachten will, muss in den Osten der USA oder nach Mittel- und Südamerika reisen.

Sternschnuppen-Schauer im August und November

Sternschnuppen-Nächte, auch Meteorschauer genannt, entstehen, weil Kometen durch ihre Nähe zur Sonne Teile ihres Ursprungskörpers verlieren, diese so genannten Meteoroiden bestehen aus Gestein, Gas, Staub oder anderen Partikeln. Im Laufe der Jahrtausende verteilen sich die Meteoroiden in der Kometenbahn und schwirren dort als Wolken herum. Auf ihrer jährlichen Umrundung der Sonne, kreuzt die Erde diese Wolke jährlich um etwa die gleiche Zeit. So lassen sich Meteorschauer voraussagen.

August und November gelten als die Monate mit den meisten Sternschnuppen. Auf der Basis der Berechnungen der “International Meteor Organization" werden auf der Nordhalbkugel dann folgende größere Meteorschauer sichtbar sein:

Quadrantiden: aktiv vom 28. Dezember bis zum 12. Januar, Maximum in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar

Lyriden: aktiv vom 14. bis zum 30. April, Maximum in der Nacht vom 22. auf den 23. April

Eta-Aquariiden: aktiv vom 19. April bis zum 28. Mai, Maximum in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai

Perseiden: aktiv vom 17. Juli bis zum 24. August, Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August

Orioniden: aktiv vom 2. Oktober bis zum 7. November, Maximum in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober

Leoniden: aktiv vom 6. bis zum 30. November, Maximum in der Nacht vom 17. auf den 18. November

Geminiden: aktiv vom 4. bis zum 17. Dezember, Maximum in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember

Ursiden: aktiv vom 17. bis zum 26. Dezember, Maximum in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember

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2. Mondfinsternis am 8. November

Die zweite totale Mondfinsternis des Jahres am 8. November bleibt hierzulande gänzlich verborgen, sie ist nur vom Pazifik aus oder in der Arktis zu sehen. Die nächste totale Verfinsterung des Mondes in voller Länge ist in Österreich erst wieder am 31. Dezember 2028 zu beobachten.

Partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober

Bei der partiellen Sonnenfinsternis am 25. Oktober schiebt sich rechtzeitig zur Mittagspause der Neumond vor die Sonnenscheibe und wird deren Fläche zu rund 30 Prozent bedecken. Die exakten Zeiten und der genaue Grad der Verfinsterung variieren dabei selbst innerhalb Österreichs leicht - in Wien beginnt das Ereignis um 11.15 Uhr, seinen Höhepunkt erreicht es um 12.20 Uhr. Das kommende Jahr ist auch ein schlechtes Geschäftsjahr für Anbieter von Finsternisreisen: 2022 gibt es weltweit keine totale oder ringförmige Sonnenfinsternis.

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"Marsfinsternis" am 8. Oktober

Wenn schon Sonne und Mond auslassen, muss eine "Marsfinsternis" einspringen: Ende des Jahres nähert sich die Erde - so wie etwas mehr als alle zwei Jahre - ihrem Nachbarplaneten. Am 1. Dezember beträgt der geringste Abstand zwischen Erde und Mars rund 81,5 Mio. Kilometer. Am 8. Dezember steht Mars dann vom Blickpunkt Erde der Sonne gegenüber ("Opposition"). Dabei kommt es zu einer Besonderheit: In den frühen Morgenstunden bedeckt der Vollmond den Roten Planeten für rund eine Stunde.

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Auch 2023 und 2024 werden nicht sehr reich an besonderen Himmelsereignissen sein. Erst ab 2025 erwartet Pikhard wieder "eine deutlich spannendere Zeit am Sternenhimmel".

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