Geheimfavorit! Im Schatten von Reichelt, Jansrud, Feuz und Co. denkt Didier Defago (37) wieder an Großes. 2009 gewann er die Abfahrt, im Vorjahr den Super-G.
"Heute": Herr Defago, Sie haben Kitzbühel, Wengen und Bormio gewonnen – die Klassiker. Sie sind Olympiasieger. Fehlt noch eines …
Didier Defago: "Ja, ja, ich weiß, WM-Gold! Deswegen habe ich meine Karriere nach Sotschi um ein Jahr verlängert. Aber vorher wartet Kitz."
"Heute": Mögen Sie die Streif?
Defago: "Ich liebe sie! Die Strecke ist einmalig. Hier noch einmal zu gewinnen, das wäre was."
"Heute": Wie stehen die Chancen?
Defago: "Ich bin nicht Favorit, das sind andere: Reichelt, Jansrud oder Janka. Aber ich tue, was ich kann."
"Heute": Sie sind der älteste noch aktive Streif-Sieger. Was raten Sie einem Debütanten vor dem ersten Mal?
Defago: "Hab Respekt, vor allem vor Mausefalle, Kompression und Hausbergkante – aber hab keine Angst. Am Ende geht es auch in Kitz nur Schwung für Schwung ins Ziel. Auch wenn es beim Besichtigen so aussieht, als wäre es ein freier Fall."
"Heute": Ist nach dieser Saison wirklich Schluss?
Defago: "Definitiv. Ich weiß, wann es genug ist."