Wegen Delta: Experte für Einschränkungen bei Großevents

Mit den steigenden CoV-Zahlen wächst auch die Sorge vieler Experten. Schärfere Maßnahmen werden gefordert. 
Mit den steigenden CoV-Zahlen wächst auch die Sorge vieler Experten. Schärfere Maßnahmen werden gefordert. Darko Vojinovic / AP / picturedesk.com
Mit den steigenden CoV-Zahlen wächst auch die Sorge vieler Experten. Schärfere Maßnahmen werden gefordert. Auch Eigenverantwortung sei nun gefragt.

In den vergangen Tagen war in Österreich wieder ein Anstieg der Infektionszahlen zu beobachten. Zuletzt vermeldeten die Behörden über 300 neue Fälle. Gleichzeitig stagniert aber die Zahl der verabreichten Erstimpfungen

Dies bereitet der Regierung Sorgen. Eigentlich sollte es am 22. Juli weitere Lockerungen geben, mittlerweile wird aber über eine erneute Verschärfung der Maßnahmen diskutiert. So plädiert das Gesundheitsministerium etwa auf eine 1G-Regel in der Nachtgastronomie, schärfere Kontrollen an den Grenzen sowie verpflichtende PCR-Tests für Einreisende. (Mehr zu den Verschärfungen HIER >>

Ob und wann es zu Verschärfungen kommen wird, müsse aber noch beschlossen werden. 

Experte besorgt 

Auch Virologe Norbert Nowotny zeigt sich angesichts der aktuellen Lage besorgt und fordert ein Nachschärfen. In einem Puls24-Interview mit Anchorwoman Bianca Ambros spricht er über die Delta-Variante und die sich dadurch anbahnenden Gefahren. (Video siehe unten)

Testpflicht für Reiserückkehrer 

Die Delta-Variante dominiere bereits in Österreich. zudem sei mittlerweile ein Viertel der Neuinfektionen auf eine Infektion im Urlaub zurückzuführen. "Reiserückkehrer werden garantiert dieses Virus vom Urlaub auch mitnehmen." Daher plädiert der Experte darauf, eine Testpflicht für Reiserückkehrer einzuführen, da diese "relativ einfach" umsetzbar wäre.

Innerhalb zwei oder drei Tagen nach Rückkehr sollte ein verpflichtender PCR-Test durchgeführt werden. Damit erwische man jene, die sich im Urlaub infiziert hätten, so Nowotny.

Kapazitätsbegrenzungen

Weiters ist der Virologe überzeugt: "Es gibt kaum mehr Beschränkungen, also Kapazitätsgrenzen bei Großevents. – Das werden wir uns mit der Delta-Variante nicht leisten können. Ich fürchte wir müssen wieder auf 50 bis 75 Prozent der maximalen Auslastung zurück gehen müssen."

 "Wenn sich zigtausende Menschen irgendwo treffen, dann sind sicher auch welche dabei, die infektiös sind."

Mindestabstand

Auch rät der Virologe in diesem Zusammenhang eindringlichst dazu, FFP2-Masken überall dort zu tragen, wo der Mindestabstand von einem Meter – etwa in den Öffis zu den Stoßzeiten – nicht eingehalten werden kann.

Ebenso spricht sich Nowotny für ein Nachschärfen der 3G-Regel aus. 

Mehr Eigenverantwortung

Angesprochen auf die Aussage des Bundeskanzlers Sebastian Kurz, wonach es keinen Lockdown mehr geben werde – "in diesem Ausmaß, wie wir ihn bisher hatten, wo alles zu ist" – sagt Nowotny recht bedeckt: "Ich bin auf seiner Seite, wenn er sagt, 'mehr Eigenverantwortung'."

Grundsätzlich sollte jeder mittlerweile aber wissen, dass es im Falle größerer Menschenansammlungen etwa mehr als ratsam ist, eine FFP2-Makse aufzusetzen – auch wenn dies nicht staatlich verordnet ist. 

 Denn "das ist Eigenverantwortung."

Eigenverantwortung sei aber auch "sich impfen zu lassen". Nach wie vor gebe es bestimmte Gruppen, die sich nicht impfen lassen können, etwa "Kinder unter 12 oder Schwangere im ersten Drittel". 

 "Die Medien und die Politik sollte da einfach noch mehr aufklären, dass die Impfstoffe eigentlich sehr sicher sind."

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