Deni Alar brennt auf sein Rapid-Comeback

Bild: GEPA pictures

Den 11. Mai 2013 wird Deni Alar so schnell nicht vergessen. Der Rapid-Stürmer zog sich beim Heim-0:0 gegen den WAC schon in der Anfangsphase einen Achillessehnenriss zu und verpasste somit den ganzen Herbstdurchgang in der Fußball-Bundesliga. Mittlerweile ist der 24-Jährige aber wieder voll fit und fiebert dem Saisonstart so richtig entgegen.

Vor seiner Verletzung war Alar in der vergangenen Saison mit 22 Toren (15 Meisterschaft, 5 Europa League plus Quali, 2 ÖFB-Cup) in 43 Bewerbspielen Rapids Nummer eins an vorderster Front. Fixplatz hat er nun aber trotzdem keinen. "Was vorher passiert ist, ist Vergangenheit, das interessiert keinen mehr. Ich muss mich neu beweisen", ist sich Alar bewusst.

In seiner Abwesenheit haben die Rapidler etwa mit Dominik Starkl eine neue Sturm-Alternative in den eigenen Reihen gefunden. "Es freut mich, dass sich die Jungen so gut entwickelt haben, der 'Starki' so gespielt hat in den letzten Partien. Es ist auch für mich schön, dass noch mehr Konkurrenz da ist, denn nur durch Konkurrenz wird man auch selbst besser", betonte Alar.

Stammplatz als Ziel

Druck macht sich der Ex-ÖFB-Nachwuchs-Teamstürmer vor dem Frühjahrsstart keinen. "Das Wichtigste für mich ist, dass ich gesund bleibe und Spaß habe, weil ich jetzt gemerkt habe, wie schnell es in eine Richtung gehen kann, wo man nicht mehr spielen kann", erklärte Alar. Die Rückeroberung eines Stammplatzes ist allerdings schon das Ziel. "Ich werde alles dafür geben, dass ich so schnell wie möglich wieder von Anfang an dabei sein kann. Es wird aber natürlich eine Zeit dauern, bis ich wieder alles spielen kann", sagte der Rapid-Stürmer.

Von Coach Zoran Barisic bekommt Alar - genauso wie der ebenfalls lange Zeit verletzt gewesene Defensivspieler Michael Schimpelsberger - die nötige Zeit, die er braucht, um wieder der Alte zu werden. "Es ist schon so, dass sie von Beginn an ein Thema sind, ich mache ihnen aber keinen Druck und möchte sie in Ruhe an die Mannschaft zuführen, weil man schon bedenken muss, dass sie eine sehr lange Pause hinter sich haben", meinte der Rapid-Trainer.

"Neuzugänge" Alar und Schimpelsberger

Da die Wiener am Transfermarkt untätig blieben, sind die beiden die einzigen "Neuzugänge". "Ich erwarte mir natürlich auch von diesen beiden Spielern Leistung, Wunderdinge darf man aber keine erwarten", betonte Barisic. Für Alar waren die vergangenen Monate eine schwierige Zeit. "Man überlegt natürlich viel", gab der Steirer zu. Für ihn war es noch dazu die erste ernsthafte Verletzung. Dem Ex-Kapfenberger ist dabei auch klar geworden, dass man nicht zu viel in einer Karriere vorausplanen darf. "Ich habe jetzt selbst erleben müssen, wie schnell es geht, dass man wieder am Boden ist", sagte der noch bis Sommer 2016 an Rapid gebundene Alar.

Umso größer ist jetzt die Freude wieder trainieren und spielen zu können. "Man findet sofort wieder rein in die Mannschaft, weil sie einen super Charakter hat. Ich werde von Spiel zu Spiel immer sicherer", ist Alar zufrieden. Zum Saisonstart steht gleich das Heim-Derby gegen die Austria an. "Nach der langen Verletzungspause freue ich mich, dass die Meisterschaft beginnt. Dass es da gleich gegen die Austria geht, ist umso schöner."

"Zu viele Punkte hergeschenkt"

Der Angreifer war im Herbst in der Beobachterrolle. "Wir haben viele Spiele gehabt, wo wir Punkte hergeschenkt haben. Wir müssen schauen auch dreckige Siege einzufahren, das ist ganz wichtig, um wenn möglich noch Zweiter zu werden", gab Alar die Marschroute vor. Dass die Doppelbelastung nach dem Aus in der Europa League der Vergangenheit angehört, könnte ein Vorteil sein. "Das haben wir vor einem Jahr aber auch gesagt", warnte Alar. Das Jahr 2013 hatte für die Rapidler mit einer 1:2-Derby-Heimniederlage und acht sieglosen Spielen in Folge (3 Niederlagen, 5 Remis) begonnen

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