Deni Alar: "Rapid hätte mich nie hergeben sollen!"

Deni Alar ist wieder Rapidler! Der Steirer erklärt, warum er wieder nach Wien geht und schießt gegen Ex-Sportdirektor Andreas Müller.
Die große Überraschung des Transfer-Sommers ist Rapid Wien mit Deni Alar gelungen. Die Hütteldorfer bezahlten die Ausstiegsklausel von 600.000 Euro für den "verlorenen Sohn", der ab sofort wieder für Grün-Weiß auf Torjagd gehen wird. Alar will sich nach seinem unfreiwilligen Abgang vor zwei Jahren unbedingt noch einmal in Wien beweisen.

"Wie viele wissen, wollte ich vor zwei Jahren schon beweisen, dass ich weiter in den grün-weißen Kader gehöre, damals wurde mein Vertrag aber leider nicht verlängert", erklärte Alar in seiner ersten Botschaft als "Wieder-Rapidler". Damals wurde der mittlerweile 28-Jährige vom Verein weggeschickt. Der ehemalige Sportdirektor Andreas Müller ließ einst wissen: "Ich kann ihn einfach nicht mehr sehen!"

Auch Ex-Trainer Zoki Barisic wollte Alar halten und ihm eine weitere Chance geben. Müller setzte sich aber durch und gab den Steirer ablösefrei an Sturm Graz ab, wo er in 82 Spielen 41 Treffer markierte und zum Kapitän aufstieg. Nun hat Rapid den "verlorenen Sohn" zurückgeholt.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Kreissl ist sauer

In Graz wird man das nicht sehr gerne hören. Auch Sportdirektor Günter Kreissl ist angefressen: "Ich kann es eh nicht ändern, wo er hingeht. Er muss wissen, wo er als Kapitän zwei Wochen vor den ersten Bewerbsspielen hingeht."

Noch vor wenigen Wochen hieß es von Alars Berater über einen möglichen Transfer innerhalb der Bundesliga: "Eines ist klar! Die Angebote aus dem Inland zieht Deni nicht einmal in Erwägung." Doch durch die langfristigen Verletzungen der Rapid-Kicker Andrija Pavlovic, Giorgi Kvilitaia Philipp Schobesberger ging plötzlich wieder eine Tür auf.

Große Chance bei Rapid

"Ich hätte noch vor wenigen Tagen nie und nimmer damit gerechnet, die Chance auf einen Transfer zu Rapid zu erhalten, sonst hätte ich auch einige Fragen in diversen Interviews anders beantwortet", lässt auch Alar selbst wissen.

Dass die Duelle mit Sturm vor allem in Graz unschön werden könnten, das weiß auch Alar selbst: "Mir ist bewusst, dass viele Sturm-Fans von meiner Entscheidung überrascht sind und diese auch nicht gutheißen, aber ich möchte beim SK Rapid unbedingt beweisen, dass ich vor zwei Jahren nicht abgegeben werden sollte und will auch mit Grün-Weiß so rasch wie möglich einen Titel erreichen."

Für vier Jahre in Grün-Weiß

Rapid holte den damaligen Kapfenberg-Jungstar 2011 um eine siebenstellige Summe nach Wien. Der große Durchbruch blieb aus. Zwar wurde Alar von den Fans zum Rapidler des Jahres 2012 gewählt, dann bremsten den zweifachen ÖFB-Teamspieler aber Verletzungen: Ein Achillessehnenriss im Mai 2013 und ein Mittelfußknochenbruch im August 2014 setzten ihn fast ein Jahr lang außer Gefecht.

Mit Alar bekommt Rapid einen Spieler, der die Bundesliga genau kennt und zudem einen Österreicher, der keinen Legionärsplatz blockiert. Er erhält einen Vierjahres-Vertrag bis Sommer 2022 und soll die Grün-Weißen zurück an die Spitze schießen. Bleibt nur zu hoffen, dass er diesmal vom Verletzungsteufel verschont bleibt.

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