Deshalb bleibt in Rosi's Sonnbergstuben das Licht aus

Kult-Wirtin Rosie Schipflinger von Sonnbergstuben auf der Bichlalm in Kitzbühel
Kult-Wirtin Rosie Schipflinger von Sonnbergstuben auf der Bichlalm in KitzbühelGulotta,Francesco / Action Press / picturedesk.com
Aufgrund der Pandemie herrscht in Kitzbühel tote Hose. Eines der berühmtesten Gasthäuser hat nun auch den Take-away-Service eingestellt.

Normalerweise ist zu dieser Jahreszeit in Kitzbühel und in Rosi's Sonnbergstuben auf der Bichlalm sprichwörtlich die Hölle los. Doch heuer ist alles anders. Kitzbühel ist mitten in der Skisaison und kurz vor dem berühmten Hahnenkamm-Rennen wie leer gefegt. Weit und breit keine Spur von Superstars, wie Arnold Schwarzenegger oder Hermann Maier, die sich normalerweise am kommenden Wochenende ein Stelldichein zwischen Weißwurstpartybeim Stanglwirt und Schnitzelparty bei Rosi Schipflinger geben.

Letztere hat neuerdings auch den Take-away- und Abholservice von Speisen aufgegeben. Der Grund: "Nach Weihnachten und Silvester lohnt sich das einfach nicht mehr, weil wir auf der Alm doch sehr abgelegen sind. Und nur fünf oder sechs Essen am Tag sind zu wenig", verrät die singende Kult-Wirtin Rosie Schipflinger im Gespräch mit "Heute". Kitzbühel sei leer und auch die Zweitwohnsitz-Besitzer seien wieder weg. Hinzu komme, dass jene, die in der Gegend leben, für eine Mahlzeit nicht extra den weiten Weg zur Sonnbergstuben auf einer Höhe von 1180 Metern antreten würden.

Singen und Schneeschuhwandern

Angst um die Existenz des Gasthauses habe die 77-Jährige dennoch nicht. "Uns gibt es jetzt seit 52 Jahren und ja, wir haben einen Polster. Für mich ist es halt nur traurig, weil ich und meine Mitarbeiter keine Arbeit haben." Ob ihr so alleine am Berg langweilig sei? Keinesfalls. "Ich singe und unternehme jeden Nachmittag eine Schneeschuh-Wanderung", so "die singende Wirtin", die dankbar dafür ist, dass sie und alle ihre Liebsten gesund sind.

Derweil lasse sie den meterhohen Schnee auf den Tischen und Bänken zur Abwechslung einfach einmal liegen: "Weil es schön ist."

Kein Zurück zur Normalität

Wie die Zukunft aussehen wird und wann Sonnbergstuben wieder aufsperren wird, steht auch in Rosi Schipflingers Augen noch in den Sternen, doch eines steht für sie fest: "Es wird anders werden. Es wird nicht mehr so sein, wie früher einmal. Es ist auch so eine Art Reinigung, bei der sich die Menschen wieder auf das Wesentliche konzentrieren."

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