Deshalb kam Mückstein in Sneakers zu seiner Angelobung

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein
Gesundheitsminister Wolfgang MücksteinScreenshot ORF
Zu Gast in der ZIB2 am Dienstagabend war der neue Gesundheitsminister Mückstein. Er enthüllte, warum er in Sneakers zu seiner Angelobung erschien.

Dienstagfrüh stand für den erst vor einem Tag angelobten Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ein Besuch in Österreichs größter Impfstraße im Austria Center Vienna (Wien-Donaustadt) auf dem Programm. Impfen, so Mückstein, sei der einzige Weg zurück in ein normales Leben. "Bitte lassen Sie sich zum ehestmöglichen Zeitpunkt impfen", lautete daher der Appell des Gesundheitsministers.

Am Nachmittag gab es dann nach dem Treffen mit den Intensivmedizinern ein Statement des Neo-Ministers in der Klinik Favoriten. "Ich habe mir für meinen ersten vollen Arbeitstag vorgenommen, dass ich zwei wesentliche Eckpunkte in der Pandemiebekämpfung besuche." Zum einen handelt es sich hierbei um die Impfstraße, andererseits um die Intensivstation der Klinik Favoriten, wo es einen Austausch mit dem Infektiologen und behandelnden Arzt von Covid-Patienten, Christoph Wenisch, gab. Im Anschluss darauf gab es auch ein sehr kurz und knapp gehaltenes Statement des Gesundheitsministers. (Mehr dazu hier >>)

Öffnungsschritte 

Seinen "ersten vollen Arbeitstag" beendete der Neo-Minister am Dienstag dann im ORF-Studio, als Gast der ZIB2 mit Armin Wolf. Zunächst schilderte Mückstein, wie er sich überhaupt dazu entschied, Gesundheitsminister zu werden. Er habe nach dem Anruf von Vizekanzler Werner Kogler um ein paar Stunden Bedenkzeit gebeten und sich die vergangenen 15 Monate durch den Kopf gehen lassen. Danach war für ihn angesichts der Lage klar:

"Ja, ich möchte ein Teil der Lösung werden."

Natürlich müsse er sich derzeit noch orientieren und einleben. Aber: "Ich werde meinen Weg schon finden", ist sich der Neo-Minister sicher. Sein erster Auftritt als Gesundheitsminister in der ZIB2 lief dementsprechend ab. Auf viele Fragen von Anchor Armin Wolf konnte bzw. wollte Mückstein keine konkreten Antworten geben. Hierbei ging es etwa um die bevorstehenden Öffnungsschritte, warum man jene ankündigte, bevor Mückstein überhaupt schon offiziell im Amt war und auch seine Meinung mit einfließen lassen konnte. 

Stets verwies der Neo-Minister dabei auf die derzeit noch laufenden Verhandlungen. "Das müssen wir jetzt noch gemeinsam besprechen." Ausständig seien die Gespräche mit all den einzelnen Bundesländern sowie den Sozialpartnern. Die "Abstimmungen" seien derzeit aber schon im Gange. Eine Entscheidung soll es dann am Donnerstag oder Freitag geben – aus diesem Grund wolle er an dieser Stelle nichts vorwegnehmen oder zu viel "verraten", so der Minister.

Wichtiger Appell

Hinsichtlich der Lockdown-Verlängerung in den beiden östlichen Bundesländern Wien und Niederösterreich zeigte sich Mückstein aber sehr froh. "Ich bin sehr dankbar über die Entscheidung von Wien und Niederösterreich, den Lockdown bis zum 2. Mai verlängert zu haben." Dies sei angesichts der aktuellen Lage der einzig richtige Weg gewesen – obwohl es sich um "unpopuläre Maßnahmen" handele, ist sich der Gesundheitsminister im Klaren. Die Öffnungen im Burgenland hingegen stoßen nicht auf viel Begeisterung. Man müsse die dortige Situation und die Entwicklung der Zahlen genau im Auge behalten und eventuell entsprechend reagieren. 

Das Um und Auf in der Pandemiebekämpfung sei aber nach wie vor die Corona-Schutzimpfung, hob Mückstein hervor. Aus diesem Grund richtete er auch einen wichtigen Appell an die österreichische Bevölkerung: 

"Bitte lassen Sie sich zum erst möglichen Termin impfen!"

Bezüglich der in Österreich verimpften Vakzine war es dem Neo-Minister ein wichtiges Anliegen, der österreichischen Bevölkerung die Angst zu nehmen. "Was mir wichtig ist, ist, dass jeder Österreicher und jede Österreicherin weiß, dass hierzulande nur sicherer Impfstoff verwendet wird."

Angelobung in Sneakers

Nach all den Corona-Fragen stellte Wolf dem Gesundheitsminister abschließend dann aber auch die Frage aller Fragen, die die Österreicher – besonders in den sozialen Medien – beschäftigte: "Warum sind Sie in Sneakers zu der Angelobung erschienen?"

Die Frage beantwortete Mückstein mit einem Schmunzeln. "Es war tatsächlich die Zeit knapp." Die Umgewöhnung von seinem sonst eher lässigen Ordinations-Look, mit Sneakers und weißem Polo-Shirt, auf den seriösen Politiker-Look sei ihm in der kurzen Zeit nicht gelungen. Außerdem sagte er: "So schnell werde ich mich nicht verbiegen. Ich mag Sneakers wirklich."

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