Im Ski-Zirkus herrscht Fassungslosigkeit über tragischen Unfall von Max Burkhart. Der deutsche Nachwuchsathlet kam am Dienstag bei einer Abfahrt der Nor-AM-Serie zu Sturz, durchschnitt das Fangnetz mit seinen Skiern. Der Hubschrauber flog ihn im kritischen Zustand von Lake Louise nach Calgary ins Spital.
Am Mittwoch erlag er seinen schweren Verletzungen. Die Anteilnahme am viel zu frühen Tod des 17-jährigen Sportlers ist groß. In Deutschland wird hitzig debattiert, wie solche Tragödien in Zukunft vermieden werden können.
DSV übernimmt keine Verantwortung
Burkhart ging zwar für Deutschland an den Start, hatte die formale Freigabe des Verbandes (DSV). Seine Ausbildung erhielt er aber am amerikanischen College.
Alpindirektor Wolfgang Maier sagte im Interview mit der ARD: "Dadurch, dass er in Amerika in dem College war, sind wir beim Coaching, bei der Betreuung und bei der Entscheidung, welche Rennen er fährt, völlig außen vor gewesen. Wir können das nicht verantworten und wir wollen das auch nicht verantworten."
Maier stellte daher klar: "Wir werden in Zukunft keine jungen Leute mehr für den Abfahrtssport freigeben, die sich nicht dem Ausbildungskonzept des DSV unterziehen."
Der Tod Burkharts hat also Konsequenzen. Hoffentlich hilft das neue Konzept, um anderen Sportlern sein schlimmes Schicksal zu ersparen.
(Heute Sport)