Deutscher Weltmeister: "Wir verdienen zu viel"

Matthias Ginter (Mitte) beklagt den Finanz-Irrsinn in der Fußball-Welt.
Matthias Ginter (Mitte) beklagt den Finanz-Irrsinn in der Fußball-Welt.Bild: imago sportfotodienst
Geld regiert die Welt – und den Fußball. Eine Tatsache, die dem deutschen Teamkicker Christian Ginter sauer aufstößt.

Rund 32 Millionen Euro soll Cristiano Ronaldo pro Jahr verdienen. Die Gage von Lionel Messi beläuft sich auf kolportierte 40 Millionen. Summen, die für "Normalsterbliche" nicht greifbar sind.

Auch Matthias Ginter verdient gutes Geld. Der Gladbach-Kicker stand 2014 im Weltmeister-Kader der Deutschen. Jedoch kritisiert der 24-Jährige, dass es im Fußball nur noch um die Finanzen gehe.

"Wenn ich sehe, wie Bauarbeiter oder Krankenpfleger schuften müssen und dafür ein Gehalt bekommen, mit dem sie kaum über die Runden kommen, dann muss ich sagen: Natürlich verdienen wir Fußballer zu viel", sagt Ginter in der "Welt am Sonntag".

"Wir leisten ja nichts Essentielles – wie Ärzte, die Leben retten oder Leute gesund machen."

"Wir sind abgeschottet"

Der Defensivmann habe "ein bisschen das Gefühl, dass sich der Fußball in eine Richtung entwickelt, über die man nachdenken sollte". Immer mehr Geld werde hineingepumpt, der Sport spalte sich zusehends von der normalen Gesellschaft ab: "Wir sind abgeschottet. Das war bei Profifußballern vielleicht schon immer so, aber ich habe das Gefühl, dass es zunimmt." (red)

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