Schock-Diagnose

Deutschland-Profi drohte nach Zweikampf die Amputation

Bochum-Profi Maximilian Wittek stand beim deutschen Zweitliga-Auftakt gegen Hertha auf dem Feld. Vor wenigen Monaten drohte ihm die Amputation.
Sport Heute
08.08.2026, 09:27
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Linksverteidiger Wittek spielte bei der 0:1-Niederlage im Auftaktspiel der 2. deutschen Bundesliga am Freitagabend gegen die Berliner Hertha durch. Es war ein ganz besonderer Moment für den 30-Jährigen. Danach enthüllte er nämlich, dass ihm vor Monaten die Amputation seines Beines gedroht hatte.

In der 32. Runde der abgelaufenen Saison war er beim Duell gegen Arminia Bielefeld im Mai bereits in der 37. Spielminute ausgetauscht worden, hatte nach einem Zweikampf nicht mehr weiterspielen können. Wenig später stellte sich heraus, dass die Situation ernster war, als zunächst angenommen. Bei Wittek trat nämlich das Kompartmentsyndrom auf. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, hervorgerufen durch einen stark angeschwollenen Muskel, wodurch dann Blutgefäße und Nerven abgeklemmt werden. Im schlimmsten Fall droht dann sogar die Amputation.

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Schock-Diagnose

"Ich kann es kurz zusammenfassen: Ich war zu Hause, der Oberschenkel ist angeschwollen. Ich hatte dann einfach kein gutes Gefühl. Manchmal ist man dann ein harter Hund und schmeißt sich zum Schlafen eine Schmerztablette rein. Das habe ich, Gott sei Dank, nicht gemacht", schilderte Wittek nach dem Spiel bei "Sky".

Wie ernst es tatsächlich um ihn stand, erfuhr der Fußballer wenig später: "Wenn ich sechs, sieben, acht Stunden geschlafen hätte, hätte es bitterböse enden können. Der Doc hat mir dann in der Klinik auch gesagt, man darf da jetzt nicht mehr länger warten, weil jede weitere halbe Stunde oder Stunde, in der keine Durchblutung ist, kann den Muskel schädigen."

"Mein Muskel ist – toi, toi, toi – heil geblieben. An dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön an unseren Doc. Er hat geistesgegenwärtig reagiert und ein Gespür dafür gehabt", so Wittek weiter. Die rettende Operation folgte schnell, hat eine 20 Zentimeter lange Narbe am Oberschenkel hinterlassen. "Ich konnte den Sommer trotzdem genießen, zwar auf eine andere Art und Weise. Jetzt bin ich einfach sehr glücklich, dass ich rechtzeitig zum ersten Spieltag wieder fit wurde", sagte Wittek.

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