Musste sie wegen Affäre gehen?

Nächster Infantino-Vorwurf: Hohe Zahlung an eine Frau

Neue Vorwürfe rund um FIFA-Präsident Gianni Infantino erschüttern den Fußball. Diesmal geht es um eine Zahlung an eine ehemalige Mitarbeiterin.
Sport Heute
08.08.2026, 08:36
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Die Welle der Entrüstung über FIFA-Präsident Gianni Infantino nimmt nicht ab, nachdem vor gut einer Woche der Plan des Weltverbandes, Anteile von 20 Prozent an den größten Fußball-Turnieren an private Investoren aus dem Umfeld von Donald Trump zu verkaufen, an die Öffentlichkeit gelangt war.

Seither wird die Kritik an Infantino immer größer. Europas Fußballverband UEFA und die CONCACAF, die Vereinigung aus Nord- und Mittelamerika, haben sich offen gegen den FIFA-Präsidenten gestellt. Hinzu kommen deutlich kritische Stellungnahmen aus Asien. Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness hat Infantino sogar öffentlich zum Rücktritt aufgefordert.

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Affäre und Zahlung an eine Frau?

Nun kamen allerdings neue Vorwürfe ans Licht, die Infantino abermals in ein schiefes Licht rückten. Konkret geht es um einen Vorfall aus dem Jahr 2011, als Infantino noch Generalsekretär der UEFA war. Damals habe eine Mitarbeiterin die europäische Fußball-Vereinigung verlassen. Diese habe der Frau dann eine sechsstellige Summe bezahlt, konkret Kosten für ihr MBA-Studium.

Das besonders Pikante dabei: Die Frau habe laut britischem "Telegraph" eine Affäre mit Infantino gehabt. Eigentlich sei die Frau Verwaltungsmitarbeiterin gewesen, letztendlich innerhalb der UEFA aber zur Managerin mit einem Jahresgehalt von 160.000 Schweizer Franken (etwa 147.000 Euro) befördert worden.

Letztendlich habe der damalige UEFA-Präsident Michel Platini Infantino vor die Wahl gestellt: Entweder müsse er gehen, oder die Frau. Innerhalb der Verbandsführung hatte man sich daraufhin geeinigt, der Frau die sechsstellige Abfindung zu bezahlen.

UEFA Bestätigt Zahlung

Europas Fußballverband UEFA bestätigte die Zahlung bereits: "Wir sind uns der Vorwürfe bewusst und können bestätigen, dass an die betreffende Person eine Abfindung gezahlt wurde, verbunden mit der Übernahme der Gebühren für einen MBA-Studiengang einer Wirtschaftshochschule. Die Zahlung erfolgt in Einklang mit den damals geltenden Regelungen für ausscheidende Mitarbeiter", erklärte die UEFA. Mittlerweile habe man seine internen Vorschriften allerdings "verschärft", diese würden nun "einer modernen, hochkarätigen Organisation gerecht werden".

Der Fußball-Weltverband meldete sich derweil ebenso zu Wort: "FIFA-Präsident Gianni Infantino weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Sie sind kategorisch unwahr. Jede Andeutung eines unangemessenen Verhaltens oder eines Verstoßes gegen Statuten oder Vorschriften ist diffamierend."

Infantino ist seit 2001 mit der Libanesin Leena Al Ashqar verheiratet. Das Paar hat vier gemeinsame Töchter.

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