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Didi Constantini unter Druck: Teamchef-Ära vor dem E...

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:48

Nach sechs Niederlagen in sieben Länderspielen wird die Kritik an Österreichs Fußball-Teamchef Dietmar Constantini immer lauter. Sogar über mögliche Nachfolger wird schon spekuliert, während das Match gegen Deutschland am Freitag zum Entscheidungsspiel für den Tiroler werden kann.

1:2 gegen Griechenland, 1:3 gegen die Niederlande, 0:2 gegen Belgien und die Türkei, 1:2 gegen Deutschland, 3:1 gegen Lettland und 1:2 gegen die Slowakei - die Länderspielbilanz von Constantini sieht nicht gut aus. Dementsprechend angespannt ist der Teamchef, was er mit dem Abbruch einer Pressekonferenz nach einer Journalisten-Frage unter Beweis stellte.

Nicht nur die "Trottel"-Affäre sorgte für Aufregung: 63 Prozent der Heute-Leser sehen Constantini rücktrittsreif - wenn er nicht vorher von ÖFB-Präsident Leo Windtner vor die Tür gesetzt wird. Fest steht: Bei den Spielen gegen Deutschland am Freitag und gegen die Türkei am 6. September geht es um alles oder nichts. Bei einer Niederlage ist auch die theoretische Chance auf die Europameisterschaft 2012 vorbei.

Alle Register gezogen

Constantini scheint vor dem Match noch einmal alle Register zu ziehen. Mit der späten Einberufung von Marko Arnautovic ins Nationalteam macht er einen ehemals Geschmähten zum Hoffnungsträger. Zuvor hatte Constantini erklärt: "Wer für's Team nicht alles gibt, verdient es nicht, den Adler auf der Brust zu tragen", nachdem sich Arnautovic mit Stefan Maierhofer, Emanuel Pogatetz und Jürgen Macho in die Haare gekommen war.

Der Vertrag des Teamchefs läuft zu Jahresende aus. Glaubt man Gerüchten, könnte die Teamchef-Ära aber spätestens nach dem Türkei-Spiel zu Ende gehen. Dazu nahm auch Windtner in einer Fernsehdiskussion Stellung und ließ anklingen: Bisher gab es noch keinen Teamchefwechsel, weil man den möglichen Nachfolger in einer fast schon verlorenen EM-Qualifikation nicht verheizen wolle.

Viele Namen

Apropos Nachfolger: Da wird von vielen Christoph Daum als heißestes Eisen gehandelt. Noch dementieren dies sowohl der ÖFB, als auch der Ex-Austria-Trainer. Aber auch andere Namen gibt es genug: Etwa Andi Herzog, Franco Foda, Paul Gludovatz, Otto Rehhagel und Leo Beenhakker.

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